Monatsarchiv: November 2016

Leon Bauer: „Ich werde die passende Medizin für Sabau haben!“

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Seine Karriere steht gerade erst am Anfang, doch bereits am 3. Dezember boxt Leon Bauer um die Junioren-Weltmeisterschaft (am 3. Dezember live bei ranFIGHTING.de)! Mit Gheorghe Sabau erwartet das 18-jährige Ausnahmetalent in der Ufgauhalle Rheinstetten bei Karlsruhe seinen bisher härtesten Gegner – immerhin hat der Rumäne bereits gegen Vincent Feigenbutz und Weltmeister Tyron Zeuge geboxt. Im Interview spricht der selbsternannte „Löwe aus der Pfalz“ über sein erstes „Heimspiel“ nach fast einem Jahr und vergleicht seine Karriere mit einem 100 Meter-Lauf.

 

Leon Bauer, am 3. Dezember stehen Sie vor Ihrem bisher größten Kampf. Wie ist Ihre Vorbereitung darauf bis dato verlaufen?

 

Leon Bauer: Bisher läuft alles planmäßig. Mein Vater zeigt sich zufrieden mit meinen Fortschritten und das Sparring verläuft verletzungsfrei. Alles ist gut, aber es geht immer ein Stück besser. Nur wer nach Perfektion strebt, kann sich mit wachsenden Aufgaben steigern.

 

Neben dem Leistungssport gehen Sie aktuell noch zur Schule, machen das Fachabitur. Ihr Vater bezeichnet Ihr Pensum wörtlich als „nahezu unmenschlich“. Wie schaffen Sie das alles unter einen Hut zu bringen?

 

Leon Bauer: Ich glaube, wenn man ein Ziel verfolgt und fest an das glaubt, was man tut, ist alles möglich! Ich denke wenig darüber nach, was ich mache – das lenkt mich nur vom Handeln ab.

 

Bleibt da überhaupt noch Zeit für Freizeit und Freunde?

 

Leon Bauer: Boxen ist für mich Hobby und Berufung zugleich. In der Kampfvorbereitung spielt alles andere keine Rolle. Zum einen mache ich das, was ich liebe und zum anderen, was mir die Zukunft ebnet. Meine Freunde respektieren es und halten mir den Rücken frei.

 

Erstmals könnte es für Sie über zehn Runden gehen. Gab und gibt es daher große Unterschiede in der Trainingsgestaltung und der Intensität?

 

Leon Bauer: Ja, unser Training orientiert sich generell immer an der kommenden Herausforderung. Und die lautet dieses Mal einen Rechtsausleger über zehn Runden zu boxen. Das ist der Deal und darauf stellt mich mein Vater hervorragend ein. Jeder Kampf bedeutet einen Schritt nach vorn und die Qualität der Gegner steigt. Daher steigen auch automatisch die Anforderungen an mich und ich werde immer stärker!

 

Gheorghe Sabau, mit dem Sie es zu tun bekommen, hat schon gute Fights gegen Vincent Feigenbutz und Tyron Zeuge geliefert. Wie schätzen Sie ihn als Gegner ein?

 

Leon Bauer: Sabaus Stil ist unberechenbar – er bewegt sich sehr viel und macht oft unorthodoxe Bewegungen. Doch dagegen entwickeln wir gerade die passende „Medizin“.

 

Sie boxen erstmalig seit fast einem Jahr wieder in Ihrer Heimatregion. Wie sehr freuen Sie sich darauf?

 

Leon Bauer: Die Freude ist riesig, wieder nahe der Heimat in den Ring zu steigen. Der Druck ist dadurch zwar deutlich höher, aber Zuhause ist es immer noch am Schönsten. Es ist schon etwas Besonderes, wenn circa 1.000 Leute kommen, nur um dich kämpfen zu sehen. Da will ich niemanden enttäuschen –

das habe ich mir vorgenommen!

 

Werden die Erwartungen des Publikums vielleicht eine größere Herausforderung für Sie darstellen, als Ihr Gegner?

 

Leon Bauer: Das einzige Versprechen, das ich meinen Fans je gegeben habe, ist immer alles zu geben. Ich bin immer bereit zu fighten und an meine Leistungsgrenze zu gehen. Bisher hat sich diese einfache Strategie bezahlt gemacht.

 

Bei einem Sieg am 3. Dezember wären Sie Junioren-Weltmeister. An welchem Punkt sehen Sie sich selbst in Ihrer Karriere?

 

Leon Bauer: Ich ziehe da einfach mal den Vergleich mit einem 100 Meter-Lauf. Aktuell habe ich gerade erst den Startblock verlassen, hoffe nicht zu stolpern, um mich langsam an die Spitze vorzuarbeiten. Doch das wird auf jeden Fall sehr viel länger als knapp 10 Sekunden dauern (lacht).

 

Mit 1,88 Meter sind Sie sehr groß fürs Super-Mittelgewicht. Wie wahrscheinlich ist ein Aufstieg ins Halbschwergewicht in der nahen Zukunft?

 

Leon Bauer: Das ist definitiv eine Option für die Zukunft. Allerdings kann ich nur schwer sagen, wann es so weit ist. Ich bin ja gerade einmal 18 Jahre alt und denke, dass sich bei mir körperlich noch einiges tun wird.

 

Im Hauptkampf des Abends treffen Vincent Feigenbutz und Mike Keta im „Duell der K.o.-Maschinen“ aufeinander. Wenige verbleibende Eintrittskarten für die Box-Nacht in Rheinstetten sind im Internet bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 3. Dezember live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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Bauer-Gegner Sabau lästert: „Leon ist noch grün hinter den Ohren!“

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Am 3. Dezember steht Leon Bauer vor seinem ersten Titelkampf als Profi (am 3. Dezember live bei ranFIGHTING.de). In der Ufgauhalle in Rheinstetten bei Karlsruhe kann der 18-jährige Youngster aus Hatzenbühl IBF-Junioren-Weltmeister im Super-Mittelgewicht werden. Doch der Mann, dem er an diesem Abend gegenüberstehen wird, verfolgt sein eigenes, großes Ziel: Gheorghe Sabau will endlich einen Sieg in Deutschland einfahren! Wieso das dem Rumänen so wichtig ist und weshalb er sich nach den schmerzlichen Niederlagen gegen Feigenbutz und Zeuge jetzt besser denn je fühlt, verrät er hier im Interview.

 

Gheorghe Sabau, am 3. Dezember präsentieren Sie sich erneut dem deutschen Box-Publikum. Wie verlief Ihre bisherige Vorbereitung?

 

Gheorghe Sabau: Alles verläuft bestens, danke der Nachfrage. Nach langer Zeit habe ich wieder ein intensives Trainingscamp genossen und muss sagen, dass ich mich nie besser gefühlt habe. Meine Vorfreude auf diesen Kampf ist riesig, denn ich weiß, was ich im Stande bin zu leisten!

 

Allerdings haben Sie ihre zwei bisherigen Niederlagen genau in Deutschland kassiert – sowohl gegen Tyron Zeuge, als auch gegen Vincent Feigenbutz sind Sie K.o. gegangen. Befinden Sie sich auf einem Rachefeldzug?

 

Gheorghe Sabau: So weit würde ich nicht gehen, aber ein kleines Stück Wahrheit steckt schon dahinter. Diese beiden Niederlagen haben mich zunächst einmal enttäuscht. Doch mit ein wenig Abstand fühlte ich mich wachgerüttelt. Ich habe verstanden, dass mich nur ein gutes, zielführendes Training zum Erfolg führen kann. In den letzten Monaten habe ich so hart und konzentriert an mir gearbeitet, wie nie zuvor. Das werde ich im Ring gegen Bauer beweisen!

 

Wie schätzen Sie Leon Bauer ein?

 

Gheorghe Sabau: Er ist ein junger, aufstrebender Bursche. Ein Rohdiamant mit guten Anlagen, aber noch sehr ungeschliffen. Nichts gegen ihn und sein Potenzial, aber nach dem 3. Dezember sollte er lieber erst einmal wieder die Schulbank drücken!

 

Physisch überragt er Sie allerdings um ganze 13 Zentimeter. Wie wollen Sie diesen Nachteil ausgleichen?

 

Gheorghe Sabau: Wenn ich Bauer die Distanz bestimmen lassen würde, hätte ich gegen ihn keine Chance. Ich weiß, dass ich ihm nur im Nahkampf beikommen kann und genau das plane ich – mich aggressiv an ihn heranzuschieben, um ihm dann richtig weh zu tun!

 

Wird Erfahrung eine Rolle in diesem Kampf spielen?

 

Gheorghe Sabau: Ich denke, das wird ein entscheidender Faktor sein. Wie ich schon sagte: der Junge hat großes Potenzial, ist allerdings noch einfach zu „grün hinter den Ohren“.

 

Wie stark schätzen Sie Bauer im Vergleich zu Feigenbutz und Zeuge ein?

 

Gheorghe Sabau: Die Frage stellt sich für mich erst gar nicht – Feigenbutz und Zeuge spielen in einer ganz anderen Liga. Beide haben schon um WM-Titel geboxt, Zeuge ist sogar der aktuelle WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Das ist ja so, als ob man Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Das beste Beispiel ist doch ihre Kampfübersicht – Feigenbutz und Zeuge wissen, wann sie effektiv attackieren können. Bauer verlässt sich hingegen fast ausschließlich auf seinen Instinkt und ist bei seinen Angriffen teils offen, wie ein Scheunentor.

 

Nach der schweren K.o.-Niederlage gegen Feigenbutz haben Sie eine längere Auszeit vom Boxsport genommen. Wieso standen sie so lange nicht mehr im Ring?

 

Gheorghe Sabau: Wie gesagt, der Feigenbutz-K.o. war die bisher größte Enttäuschung in meiner Karriere. Ich war so niedergeschlagen, dass ich am liebsten alles hingeworfen hätte – das endete schließlich im Streit und der Trennung von meinem damaligen Trainer. In der dunkelsten Stunde traf ich dann auf den Mann, der mir das Boxen beibrachte und entfachte in mir erneut die Motivation, mich im Ring zu messen – Giordano Mosconi! Jetzt fühle ich mich besser als je zuvor und bin bereit, Bauer zu schlagen!

 

Bleibenden Eindruck hat bei ihren bisherigen Kämpfen in Deutschland ihre offensive und unterhaltsame Kampfweise hinterlassen. Wird man Sie wieder so erleben oder hat sich daran etwas verändert?

 

Gheorghe Sabau: Im Großen und Ganzen ist alles beim Alten geblieben, doch auch ich habe dazugelernt und boxe jetzt mit mehr Übersicht und Strategie.

 

Wie geht der Kampf gegen Leon Bauer ihrer Meinung nach aus?

 

Gheorghe Sabau: Ich komme jedenfalls nicht nach Deutschland, um erneut den Kürzeren zu ziehen. Das bessere Gesamtpaket wird gewinnen und das habe definitiv ich!

 

Im Hauptkampf des Abends treffen Vincent Feigenbutz und Mike Keta im „Duell der K.o.-Maschinen“ aufeinander. Wenige verbleibende Eintrittskarten für die Box-Nacht in Rheinstetten sind im Internet bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 3. Dezember live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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Tijan Kebbeh „The Black Cobra“ fights 04.12.2016 in Hamburg

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What a start for The Black Cobra. His first professional fight will be in Hamburg. At the event of „Boxen im Norden“ he will fight a 4 rounds bout vs Mansur Elsaev. Normally a too hard start, but Tijan is confident and says:

  • I want to box professional and I know that Mansur Elsaev is a very tough and hard boxer. I am coming to do my best and I am going into the ring to win the fight.

A brave guy is Kebbeh. Other promoters would give their boxer an easy journeyman who is just paid to lose the fight. Tijan takes a big risk. The audience will be glad to see a tough fight with two great boxers. This is a bout for real boxing-fans!

Mainfight is the WBO Eurpoean Championship with Rafael Bejaran vs Soufiene Ouerghi in middleweight.
Tickets: € 30, 40, 50, 60, 80
über eventim.de (http://d.pr/W8dl)
Hotline (040) 450 118 676
BILD-Box-Europapassage
Radio Hamburg Wandelhalle HBF
und Abendkasse

ARTICLES:

https://leifpm.co/2016/11/14/kebbeh-the-black-cobra-goer-sin-foersta-proffsmatch/

https://leifpm.co/2016/11/07/tijan-kebbeh-gets-pro/

https://leifpm.co/2016/11/08/tijan-the-black-cobra-fights-in-december/

https://leifpm.co/2016/11/09/sicilian-stallion-vs-hitman-04-12-2016-in-hamburg/

„Dobermann“ vs Zeller am 4.12.2016 in Hamburg

Bester Mittelgewichtler in Deutschland

https://leifpm.co/2016/11/12/maria-lindberg-boxt-am-04-12-2016/

Sunday 4 December 2016

commission: Bund Deutscher Berufsboxer
promoter: Holger Petersen
Middleweight Rafael Bejaran 23 2 0 S Soufiene Ouerghi 10 4 0

vacant WBO European middleweight title
Lightweight Nicole Wesner 11 0 0 S Diafana Salazar 9 0 0

Global Boxing Union Female World lightweight title
Women’s International Boxing Federation World lightweight title
World Boxing Federation female lightweight title
Super Middleweight Juergen Doberstein 20 3 1 S Istvan Zeller 34 13 0

Super Welterweight Maria Lindberg 14 1 2 S Selma Music debut

Super Middleweight Gabriell Tunici 3 0 1 S Anando Agovic 4 4 0

Super Welterweight Henry Camps 2 1 0 S Deni Gajrabekov debut

Light Heavyweight Mansur Elsaev 2 0 0 S Tijan Kebbeh debut

Super Middleweight Sebastiano Lo Zito 6 0 0 S Uladzimir Kharkevich 2 5 1
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Photos: George Groves vs Eduard Gutknecht

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Photos from Wembley 18.11.2016

ALBUM:

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How high may I use my protection? Nor liver nor stomach of Groves will get hurt..

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but the Grant gloves made real problems for Eddy. His eyes we could see, but we couldn´t see the brain problems…

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Get well soon, Eddy! Our thoughts are with you!

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George Groves vs Eduard Gutknecht












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Photos: Ronny Mittag vs Conrad Cummings

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Adrian Granat boxt in Schweden

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Der bei EC Boxing unter Vertrag stehende Weltklasse-Schwergewichtler Adrian Granat hat gleich zweifachen Grund zur Freude.
Von der IBF-Zentrale aus Springfield (New Jersey)  bekam Granat per Post den IBF International Gürtel, den der in 14 Kämpfen (13 durch KO) ungeschlagene 25-jährige Schwede gegen Franz Rill im Oktober durch einen KO-Sieg errungen hatte.

Außerdem wird Adrian Granat am 11. März kommenden Jahres in Malmö seine erste Titelverteidigung bestreiten. „Den Gürtel hatte Franz Rill beim Kampf nicht dabei, er war sich wohl siegessicher. Jetzt haben wir keine Kosten und Mühen gescheut einen neuen Gürtel für Adrian zu besorgen“, erklärte ECB-Chef Erol Ceylan, bei dem derzeit wegen der Titelverteidigung seines Schützlings die Telefon heiß laufen.
„Es ist schwer für Adrian Gegner zu  verpflichten, keiner will gegen ihn antreten. Seine Schlagkraft hat sich herumgesprochen. Doch jetzt sind wir in abschließenden Verhandlungen mit Bogdan Dinu aus Rumänien“,verkündet Promoter Erol Ceylan.

Der 30-jährige Rumäne ist in 16 Profi-Fights noch ungeschlagen. Seine KO-Power hat er mit 12 vorzeitigen Siegen schon unter Beweis gestellt.
Der Kampf um den IBF International-Titel wird im schwedischen Malmö, der Heimatstadt von Granat, stattfinden. Als Austragungsort ist die Baltiska-Hallen im Gespräch. „In Malmö habe ich natürlich viele Fans. Die 4000 Zuschauer fassenden Halle wird sicherlich schnell ausverkauft sein“, freut sich Adrian Granat auf sein „Heimspiel“.

Bevor das Training im ECB-Gym startet hat sich der jetzt in Hamburg-Rahlstedt lebende Boxer mit seiner Freundin erst einmal nach Thailand in den Urlaub verabschiedet. Natürlich nicht ohne den Gürtel vorher freudestrahlend in den Händen zu halten: „Den werde ich so schnell nicht wieder hergeben. Das wird auch Dinu zu spüren bekommen.“

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Mike Keta: Ich muss mehr geben als Vincent Feigenbutz!

 

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Zwei Krieger im Ring, die alles geben und die Fans von ihren Sitzen reißen werden – Mike Keta hat genaue Vorstellungen, wie sein Kampf gegen Vincent Feigenbutz (am 3. Dezember live bei ranFIGHTING.de) aussehen soll. Weshalb der Münchener das „Duell der Eisenharten“ (Keta nennt sich „Iron“, Feigenbutz „Iron Junior“) zudem für sich entscheiden wird, welche Rolle sein Bruder Jonny in seinem Leben einnimmt und wieso es daheim in München am schönsten ist, erzählt der 33-Jährige hier im Interview.

 

Mike Keta, Sie stehen nach eigener Aussage vor der größten Herausforderung Ihrer Karriere. Wie sehr freuen Sie sich auf den 3. Dezember?

 

Mike Keta: Der Kampf gegen Feigenbutz ist für mich Freude und Verantwortung zugleich! Freude, weil sich jeder Boxer solche großen Kämpfe wünscht und Verantwortung, weil ich jeden Gegner respektiere und nicht unterschätze. Nur so ist man bereit, sein Bestes zu geben!

 

Ihr Gegner Vincent Feigenbutz war bereits Interims-Weltmeister, boxt zudem quasi „vor der eigenen Haustür“. Macht Sie das zum Außenseiter gegen ihn?

 

Mike Keta: In meiner Karriere habe ich selbst bereits zwei Mal in meinem Geburtsland gekämpft und kann mich gut daran erinnern, dass ich ein Gefühl der Unbesiegbarkeit gespürt habe. Das heißt aber nicht, dass es Feigenputz so ähnlich gehen wird, wie mir! Dass ich in der „Höhle des Löwen“ antreten werde, macht mich persönlich nur noch stärker und konzentrierter, denn ich weiß, dass ich deutlich mehr geben muss, als mein Gegner!

 

Wo sehen Sie denn persönlich Ihre Stärken? Was macht Sie so siegessicher?

 

Mike Keta: Ganz klar in Sachen Erfahrung. Sicher hat Feigenbutz schon große Erfolge als Boxer gefeiert, doch im Vergleich zu ihm war ich auch schon im Kickboxen unterwegs und war dort ähnlich erfolgreich. Meine Lebensgeschichte hat mich zudem abgehärtet. Ich bin einfach hungriger als er. Dazu spüre ich jeden Tag die Energie meines Bruders, der mein größtes Vorbild ist, im Gym. Mit ihm an meiner Seite kann einfach nichts schiefgehen.

 

Ihr Training für das Aufeinandertreffen mit Feigenbutz verlief zunächst recht abwechslungsreich – vom Höhentraining in Österreich bis über einen Aufenthalt in Ihrer alten Heimat Albanien. Die entscheidende Phase der Vorbereitung findet jetzt aber daheim in München statt. Welche Gründe gibt es dafür?

 

Mike Keta: Ich finde, dass man dort die beste Vorbereitung hat, wo mein daheim ist. Ich komme zwar aus Albanien und bin stolz auf meine Herkunft, doch München ist für mich und meiner ganzen Familie zur neuen Heimat geworden. Alle stehen hinter mir, nehmen mir Arbeit ab, so dass ich mich hundertprozentig auf das Duell gegen Feigenbutz vorbereiten kann.

 

Worauf hat Ihr Coach und Bruder Jonny Keta im Training besonderen Wert gelegt?

 

Mike Keta: Härte und Ausdauer. Von Anfang an hat er vorgeben, dass ich „Grenzen überschreiten muss“, um gegen diesen starken Gegner den Ring als Sieger zu verlassen.

 

Die Verbindung zu Ihrem Bruder scheint ja sehr eng zu sein. Welche Bedeutung nimmt er in Ihrem Leben als Mensch und als Sportler ein?

 

Mike Keta: In Albanien wird man dazu erzogen, dem Bruder so viel Respekt entgegenzubringen, wie seinem Vater. Mein Bruder bedeutet mir alles – für ihn würde ich durchs Feuer gehen – ich vertraue ihm blind. Dass er mich im Training fast immer härter rannimmt, als seine anderen Schützlinge, liegt wohl daran, dass ich ihm besonders viel bedeute. Wenn ich boxe, stehen wir immer zu zweit im Ring und diese doppelte Power macht mich stärker als meine Gegner!

 

Der Fight ist ja proklamiert als „Das Duell der K.o.-Maschinen“. Glauben Sie, dass es ein vorzeitiges Ende geben wird?

 

Mike Keta: Einen K.o. kann man nie vorab planen. Wer sich unsere Rekorde anschaut, der wird sich aber darin bestätigt fühlen, dass hier zwei echte Puncher aufeinandertreffen. Wir rechnen beide nicht gern und lassen lieber die Punktrichter außen vor (lacht). Solch ein Stil will das Boxpublikum sehen und nur so kann man Fans für unsere Sportart in Deutschland gewinnen – spannend und spektakulär!

 

Haben Sie über diesen Kampf hinaus schon weitere Pläne. Wie soll es bei einem möglichen Sieg bei Ihnen weitergehen und würde eine Niederlage das Ende Ihrer Karriere bedeuten?

 

Mike Keta: Ich kämpfe um zu siegen, nicht um zu verlieren. Negative Gedanken oder Themen haben in meinem Kopf keinen Platz. Die Geschichte meines Kampfes gegen Feigenbutz ist noch nicht geschrieben. Wie es danach also weitergeht, wird das Kapitel „3. Dezember“ maßgeblich mitentscheiden.

 

Neben dem „Duell der K.o.-Maschinen“ zwischen Feigenbutz und Keta will sich im zweiten Hauptkampf des Abends Super-Mittelgewichtler Leon Bauer die Junioren-WM gegen Gheorghe Sabau holen. Wenige verbleibende Eintrittskarten für die Box-Nacht in Rheinstetten sind im Internet bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 3. Dezember live und exklusiv auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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Doping-Sperre von Igor Mikhalkin aufgehoben

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Gute Nachrichten von der Zentrale der Europäischen Boxunion (EBU) aus Rom: Ex-Halbschwergewichts-Europameister Igor Mikhalkin kann seine Karriere fortsetzen. Die EBU beschloss die Doping-Sperre, die im April  gegen den ECB-Fighter verhängt wurde, jetzt mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

Boxpromoter Erol Ceylan hält das EBU-Dokument freudestrahlend in der Hand. EBU-Generalsekretärin Enza Jacoponi bestätigt, dass Mikhalkin das Herz- und Kreislaufmedikament Melodonium zu sich genommen hat als die Substanz noch nicht auf der Dopingliste stand. Der 31-jährige Halbschwergewichtler  wird somit von der EBU wieder in ihrer Rangliste aufgenommen. Gleiches gilt ebenso für die Weltranglisten der verschiedenen Verbände.

„Igor hat sich  kooperativ gezeigt. Dies wurde jetzt von der EBU gewürdigt“, freut sich ECB-Chef Erol Ceylan, der mit Igor Mikhalkin noch viel vor hat. „Ich gehe davon aus, dass Igor die erste Ranglistenposition einnehmen und somit zum Pflichtherausforderer des Titelträgers Robert Stieglitz ausgerufen wird“, hofft Ceylan.

Igor Mikhalkin (18 Siege, davon 9 durch KO/1 Niederlage) hatte in der Vergangenheit mit seinen Auftritten besonders im Ausland für Aufsehen gesorgt. Den EM-Titel Im Halbschwergewicht musste er drei Mal in Frankreich gegen die dortigen Lokalmatadoren verteidigen. Nach bravourösen Leistungen kehrte er jedes Mal mit dem EM-Gürtel zurück. „An diese Erfolge werde ich wieder anknüpfen. Ich boxe gegen jeden Gegner, der sich mir in den Weg stellt“, freut sich der ECB-Fighter auf ein Comeback im Seilgeviert. „Anfang des kommenden Jahres wird Igor einen Kampf bekommen. Verhandlungen mit potentiellen Gegnern kann ich ja jetzt konkret aufnehmen“, erklärt Erol Ceylan.

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