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De Carolis vs. Zeuge: Beim zweiten Mal wird alles besser!

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„Ich will diesen Titel – für mich!“ Der 24-jährige Berliner Tyron Zeuge brennt seit Wochen auf seine zweite WM-Chance. In der Potsdamer MBS Arena will er am 5. November (live ab 22.20 in SAT.1) den amtierenden Champion im Super-Mittelgewicht, Giovanni De Carolis, entthronen. Eine harte Aufgabe für den Neuköllner. Der acht Jahre ältere De Carolis konnte sich in seinen letzten Kämpfen immer wieder steigern, gehört mittlerweile zu Recht zur Weltspitze. Im Juli trennten sich die beiden Kontrahenten im ersten Duell Unentschieden.

 

Zeuge: „Es war zwar knapp, aber ich glaube immer noch, dass ich den Kampf im Juli gewonnen habe. Noch einmal werde ich mir den Sieg nicht nehmen lassen!“ Zwei der Punktrichter werteten Unentschieden, einer der Unparteiischen sah Zeuge vorn. Mit dem Unentschieden blieb De Carolis Weltmeister.

 

Zeuge verpasste den Rekord „jüngster Deutscher Weltmeister aller Zeiten“ zu werden knapp. „Dieser Rekord hat mich überhaupt nicht interessiert. Ehrlich, das war mir völlig egal. Es geht für mich nur um den WM-Titel und nicht um irgendwelche Rekorde oder Statistiken“, erklärt der Berliner Youngster. Trotzdem ärgerte sich Zeuge zusammen mit seinen Trainern Jürgen Brähmer und Conny Mittermeier über die verpasste Chance. „Ich hätte einfach von Beginn an mehr Hände und Kombinationen schlagen müssen, hätte gleich volle Power gehen sollen. Hinten raus hatte ich jedenfalls noch genügend Körner. Konditionell war ich an diesem Abend in einer herausragenden Verfassung“, sagt der deutsche WM-Herausforderer rückblickend.

 

Trotzdem bekam Zeuge für seinen Auftritt Lob von allen Seiten, vor allen Dingen, weil er sechs Runden mit einer kaputten Schulter boxte. Promoter Kalle Sauerland: „Es war ein harter und spannender Kampf. Tyron hat sehr gut geboxt, viel Pech mit der Verletzung gehabt, aber er hat auch bewiesen, dass er ein großer Kämpfer ist. Ich glaube, dass er im zweiten Duell siegen wird.“

 

Nur der italienische Champion will dabei natürlich nicht mitspielen. „Tyron ist ein toller Boxer, technisch stark, aber ich habe die größere Erfahrung. So werde ich auch den zweiten Kampf für mich entscheiden.“ Auch De Carolis freut sich auf den zweiten Kampf. Zum vierten Mal in Folge muss er in Deutschland (vorher zwei Mal gegen Vincent Feigenbutz) antreten – und hat damit anscheinend überhaupt keine Probleme, im Gegenteil. Er sagt: „Boxen hat in Deutschland einen viel größeren Stellenwert, als in Italien. Ich erfahre hier viel größere Anerkennung als zu Hause. Zudem werden mich wieder einige Fans unterstützen.“

 

Der Heimvorteil ist trotzdem auf Seiten des Berliners. „Die Halle in Potsdam gefällt mir sehr. Die Stimmung war zuletzt top und ich hoffe, dass mich viele Fans erneut unterstützen und nach vorne peitschen werden“, meint Zeuge und verspricht: „Beim zweiten Mal wird alles besser!“

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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Artur Mann und Wojcicki boxen in Potsdam – Weltmeisterin Kühne daheim nur als Zuschauerin dabei!

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Verletzungspech bei Ramona Kühne! Die große Box-Nacht am 5. November in Potsdam muss ohne Lokalmatadorin Ramona Kühne stattfinden. Die WBO-Weltmeisterin im Super-Federgewicht zog sich kurz vor Abschluss der Vorbereitung auf ihre Titelverteidigung gegen Kallia Kourouni eine Rippenverletzung zu.

„Ich bin absolut unglücklich mit der Situation“, so Kühne, die sich nach ihrem letzten starken Auftritt im Juli gegen Ikram Kerwat wieder auf eine „Wohnzimmer-WM“ in der MBS Arena freute. „Es handelt sich um einen Rippenbruch“, so Trainer und Ehemann Stephan Kühne. „Vor Anfang 2017 ist daher nicht mehr an Boxen zu denken!“ Trotzdem will Kühne als Zuschauerin in der Halle dabei sein, Autogramme geben und die anderen Kämpfer am Ring unterstützen.

Statt einer Frauen-WM gibt es nun zwei weitere Kämpfe des „starken“ Geschlechts zu bewundern. Im Cruisergewicht will es Artur Mann (8-0, 6 K.o.´s) wieder krachen lassen. Bei seinem Gegner Adam Gadajew (16-12, 8 K.o.´s) sollte man sich nicht vom Kampfrekord täuschen lassen, denn Gadajew gewann seine letzten elf Kämpfe und ist seit fast vier Jahren ungeschlagen.

„Mein Kampfname lautet der Tiger und gegen Mann werde ich mir den Sieg krallen“, ist der im sächsischen Torgau lebende Gadajew sicher. Den Hannoveraner Mann, der als ‚Thunderman‘ den Ring betritt, schüchtern solche Worte nicht ein. „Statistiken interessieren mich nicht, genauso wenig wie seine Sprüche. Wichtig ist, dass ich dem Publikum etwas Spektakuläres bieten kann – am besten einen knackigen K.o. durch meinen ‚Donnerschlag‘!“

Außerdem will „Wirbelwind“ Patrick Wojcicki (5-0, 4 K.o.´s) erneut auf sich aufmerksam machen. Der Mittelgewichtler aus Wolfsburg bestreitet in Potsdam seinen sechsten Profikampf. „Aber ich verfüge schon über die Erfahrung von mehr als 250 Amateurfights, daher können die großen Kaliber langsam aber sicher kommen“, meint Wojcicki selbstbewusst.

Immerhin hat der 25-Jährige bisher nur einmal nicht vorzeitig gewonnen. Nun bekommt er es mit seinem vermeintlich bisher stärksten Kontrahenten zu tun: Frane Radnic (11-3, 10 K.o.´s) aus Kroatien. Erstmalig ist der Kampf dabei für den Schützling von Antony Spatola auf eine Distanz von sechs Runden angesetzt. Wojcicki: „Ich gehe nie auf den K.o., doch wenn ich spüre, dass mein Gegner nichts mehr entgegenzusetzen hat, dann suche ich die vorzeitige Entscheidung!“ Ob Wojcicki den K.o.-Sinn auch gegen Radnic abrufen kann, wird der 5. November zeigen …

Im Hauptkampf des Abends will Tyron Zeuge im zweiten Anlauf die WBA-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht gegen Titelverteidiger Giovanni De Carolis holen. Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei http://www.tickethall.de und http://www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf http://www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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Tyron Zeuge: „Noch einmal werde ich mir den Sieg nicht nehmen lassen!“

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Der Weltmeister-Gürtel muss endlich her! Mit dieser Einstellung geht Tyron Zeuge in das Rematch mit WBA-Champion Giovanni De Carolis am 5. November (live ab 22.20 Uhr in SAT.1) in der MBS Arena Potsdam. Mit welchen Mitteln der Herausforderer aus Deutschland für den Sieg über den italienischen Titelverteidiger sorgen will und was er über den verpassten Rekord „jüngster deutscher Box-Weltmeister“ sagt, erzählt Zeuge im folgenden Interview.

 

Tyron Zeuge, das erste Duell mit Giovanni De Carolis endete Unentschieden, obwohl Sie schon zur Mitte des Kampfes durch eine Verletzung am rechten Arm gehandicapt waren. Sind Sie im Nachhinein stolz auf sich, dass Sie sich da durchgebissen haben?

 

Tyron Zeuge: Ja, weil ich höllische Schmerzen hatte. Da bin ich schon ein wenig stolz auf mich. Aber das gehört auch zum Boxen – Zähne zusammenbeißen und weitermachen. Das ist ja nun einmal auch eine körperbetonte Sportart!

 

Den WM-Titel zu holen wäre trotzdem bestimmt schöner gewesen. Wer hat sich nach dem Kampf mehr über diese verpasste Chance geärgert: Sie oder Ihre Trainer?

 

Tyron Zeuge: Schwer zu sagen. Ich glaube, dass wir uns alle gleichviel geärgert haben – vor allen Dingen über das Unentschieden. Es war zwar knapp, aber ich glaube immer noch, dass ich den Kampf im Juli gewonnen habe. Noch einmal werde ich mir den Sieg nicht nehmen lassen!

 

Was waren die Hauptkritikpunkte, die Brähmer und Mittermeier bei der Analyse angesprochen haben. Was sollen Sie ihrer Meinung nach besser machen?

 

Tyron Zeuge: Ich hätte einfach von Beginn an mehr Hände und Kombinationen schlagen müssen, hätte gleich volle Power gehen sollen. Hinten raus hatte ich jedenfalls noch genügend Körner. Konditionell war ich an diesem Abend in einer herausragenden Verfassung.

 

Mit einem Sieg wären Sie jüngster deutscher Box-Weltmeister geworden. Können Sie dieses Mal befreiter in den Kampf gehen, da dieser Rekord nicht mehr auf dem Spiel steht?

 

Tyron Zeuge: Dieser Rekord hat mich überhaupt nicht interessiert. Ehrlich, das war mir völlig egal. Es geht für mich nur um den WM-Titel und nicht um irgendwelche Rekorde oder Statistiken.

 

Von Ihren bisherigen Gegnern zu einem Typ wie De Carolis war es ein großer Schritt. Wird daher der zweite Kampf gegen ihn für Sie leichter werden?

 

Tyron Zeuge: Klar, das war bis dato der härteste Gegner in meiner Profikarriere – eine echte Messlatte. Diese Aufgabe habe ich gut gemeistert, jetzt muss ich nur noch im zweiten Kampf die oben erwähnten Fehler abstellen – dann klappt das schon mit dem Sieg. Das heißt aber keinesfalls, dass der zweite Kampf gegen De Carolis ein Spaziergang wird – er ist nicht umsonst Weltmeister geworden!

 

Der Italiener hat gegen Sie sehr physisch geboxt, am Rande der Legalität. Wie wollen Sie solchen Aktionen im Rematch begegnen?

 

Tyron Zeuge: Da brauche ich wohl ein Messer im Handschuh (lacht)! Nein, das ist natürlich Quatsch. Ich boxe meinen Stil und werde weiterhin nicht zu unfairen Mitteln greifen. Aber es bleibt wichtig anzumerken, dass er mir schon einige ordentliche Kopfnüsse verpasst hat und dafür hätte verwarnt und sogar mit Punktabzug bestraft werden müssen. Ich hoffe, dass der Ringrichter am 5. November solche Vergehen besser ahndet. Aber wie gesagt, ich bin darauf vorbereitet und werde die passende Antwort liefern.

 

Sie trainieren jetzt seit Anfang des Jahres in Schwerin. Ist es Ihrer Meinung nach besser sich dort statt in Ihrer Heimat Berlin vorzubereiten, wo Sie eventuell vielen Ablenkungen ausgesetzt sind?

 

Tyron Zeuge: Schwerin ist der perfekte Ort für meine Vorbereitung. Ich habe hier Ruhe, um mich mit Jürgen, Conny und Sebastian Förster perfekt vorbereiten zu können. Natürlich vermisse ich meine Heimat Berlin, aber ich darf ja ab und zu auch nach Hause fahren. Das ist dann wie ein Kurzurlaub. Es passt also alles.

 

Ihren ersten Sieg unter Jürgen Brähmer haben Sie diesen April in der MBS Arena eingefahren. Nun steigen Sie erneut in Potsdam in den Ring. Ein gutes Omen?

 

Tyron Zeuge: Die Halle in Potsdam gefällt mir sehr. Die Stimmung war zuletzt sehr gut und ich hoffe, dass mich viele Fans erneut unterstützen und nach vorne peitschen werden!

 

Gibt es eine bestimmte Person, den Sie den WM-Titel widmen würden?

 

Tyron Zeuge: Nein – den Titel hole ich für mich allein. Natürlich bin ich Jürgen und Conny sehr dankbar, dass Sie mich auf diesem Wege so unterstützen. Aber vor allem will ich mir mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft ein Geschenk machen.

 

Sie können mit einem Sieg am 5. November im Vergleich mit Ihrem Mentor Jürgen Brähmer vorlegen. Glauben Sie, dass ihn das vor dem Rematch mit Cleverly noch mehr pushen würde – Sie als Weltmeister und er aktuell ohne WM-Gürtel?

 

Tyron Zeuge: Jürgen ist schon genug gepusht und brennt auf das Rematch. Er war richtig sauer, dass er in Führung liegend gegen Cleverly verletzt aufgeben musste. Im zweiten Duell haut er ihn bestimmt K.o. Mein Kampf ist ein anderer. Da freuen wir uns gemeinsam, wenn wir gewonnen haben!

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

 

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Da simmer dabei, dat is prima: Deniz Ilbay boxt in Potsdam!

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De Prinz kütt! Eine Woche vor Karnevalsbeginn in Köln – das nächstes Highlight bei der Box-Nacht am kommenden Samstag in Potsdam (ab 22:20 Uhr live in SAT.1)! Deniz Ilbay hat in der MBS Arena die Chance, Sport-Geschichte zu schreiben: Der erst 21-jährige Profiboxer aus Köln kämpft am 5. November um seinen sechsten Weltmeistertitel und kann damit einmal mehr zeigen, dass er eine der größten Hoffnungen des deutschen Boxsports ist. Im Kampf um die vakante Meisterschaft des Verbandes GBU tritt ‚El Pistolero‘ Ilbay gegen Paata Varduashvili an. Der Georgier ist mit 42 Kämpfen ein erfahrener Gegner.

Ilbay ist der einzige Boxer weltweit, der gleich vier Junioren-Weltmeisterschaften in vier verschiedenen Verbänden gewinnen konnte. Seinen fünften Titel, den ersten im Seniorenbereich, hat er im Juni dieses Jahres im namibischen Walvis Bay erkämpft. Dort triumphierte der Mann mit den schnellen Fäusten über Bethuel Ushona aus Windhoek und konnte sich den Gürtel des Verbandes WBF umschnallen.

Im April 2016 hatte Ilbay zuvor die Chance, sich in den legendären Hallen des MGM Grand Casinos in Las Vegas auf der ganz großen Bühne zu präsentieren. Dort bekam er den in Amerika bekannten K.o.-Schläger Egidijus Kavaliauskas vor die Fäuste. Doch dieses Mal gab es keinen Knockout für den Litauer: Nach einem harten Kampf über acht Runden gewann der 28-jährige Kavaliauskas lediglich nach Punkten.

Ein kleiner Rückschlag, doch das junge Boxtalent lässt sich davon nicht unterkriegen: Mit Zielstrebigkeit, Disziplin, Ehrgeiz und Köpfchen geht Deniz Ilbay seinen Weg. Manager und Trainer ist sein Vater Garip: Das perfekt aufeinander eingespielte Vater-Sohn-Duo kann am 5. November einmal mehr zeigen, wie gutes Familien-Teamwork aussieht.

Deniz, der mit zweitem Vornamen Ralf heißt, ist „ne echte kölsche Jung“, in der Domstadt geboren und aufgewachsen. Zur Aufstiegsstory im Boxring kommt auch die private Lovestory – Ilbay ist gerade mit seiner Freundin Lyna zusammengezogen, Sängerin und Schwester von FC-Fußballer Marcel Risse.

Im Hauptkampf des Abends will Tyron Zeuge im zweiten Anlauf die WBA-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht gegen Titelverteidiger Giovanni De Carolis holen. Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei http://www.tickethall.de und http://www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf http://www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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De Carolis verspricht vor WM-Fight gegen Zeuge: „Ich werde fair boxen und den Titel behalten!“

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Immer eine bessere Leistung zeigen, als zuletzt – nach diesem Vorsatz bereitet sich Giovanni De Carolis auf jeden Kampf vor. Das gilt auch für das WM-Rematch mit Tyron Zeuge am 5. November in der MBS Arena Potsdam (live ab 22.20 Uhr in SAT.1). Wie der Weltmeister aus Italien seinen deutschen Herausforderer einschätzt und wieso es dieses Mal einen noch besseren Kampf als im Juli geben wird, verrät De Carolis im folgenden Interview.

 

Giovanni De Carolis, nach Ihrer Titelverteidigung im Juli sagten Sie, dass Tyron Zeuge einer Ihrer bisher schwersten Gegner gewesen sei. Was machte den Kampf für Sie so hart?

 

Giovanni De Carolis: Das ‚Gesamtpaket‘ Tyron Zeuge! Ich stand einem flinken, reaktionsschnellen und technisch herausragenden Boxer gegenüber. Bislang boxte ich eher gegen Leute, die sich vor allem auf ihre Schlagkraft verlassen haben und den Vorwärtsgang gesucht haben. Daher hatte ich anfangs Schwierigkeiten mich richtig auf Zeuge einzustellen, da ich zuvor noch nie jemanden gegenüberstand, der solch einen Stil boxt.

 

Trotzdem konnten Sie ihn ja vorab auf Video studieren. Hat Sie Zeuge trotzdem mit etwas überraschen können?

 

Giovanni De Carolis: Ja, mit seiner Einstellung. Während des kompletten Kampfes blieb er fokussiert, selbst als er in den letzten Runden stark durch eine Verletzung beeinträchtigt war. Ich merkte: ‚Der Junge will dir unbedingt den Titel abnehmen‘. Zeuge hat nicht nur charakterliche Stärke bewiesen, sondern dass er zu den besten Super-Mittelgewichtlern der Welt gehört.

 

Werden Sie, im Wissen der erlittenen Verletzung Zeuges aus dem ersten Kampf, versuchen, seinen Arm besonders zu bearbeiten?

 

Giovanni De Carolis: Nein, so etwas würde ich nie absichtlich tun. Ich sehe mich als guten Sportsmann und halte mich dementsprechend an die Regeln. Ich will den Kampf fair und ohne jegliche Zweifel für mich entscheiden.

 

Haben Sie sich im Vergleich zum Titelgewinn Anfang dieses Jahres weiterentwickelt und konnten Sie Ihrer Meinung nach Ihr Potenzial im ersten Zeuge-Kampf abrufen?

 

Giovanni De Carolis: Ich versuche mich stetig zu verbessern – Sie kennen doch das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“. Daher schaue ich mir immer ganz genau an, wo Verbesserungsmöglichkeiten im Vergleich zu meinen letzten Kämpfen liegen. Ich verspreche, dass am 5. November, im Vergleich zum Juli, ein stärkerer Giovanni De Carolis im Ring stehen wird.

 

Was müssen Sie dann anders tun, um Zeuge zu schlagen?

 

Giovanni De Carolis: Jeder Kampf hat seine eigene Geschichte. Das ist nicht einfach nur so daher gesagt – es stimmt tatsächlich! Der Umstand, dass ich zuletzt häufig in Deutschland geboxt habe kommt mir auf jeden Fall entgegen, ich kann völlig entspannt in den Ring steigen. Dazu habe ich immer noch einen großen Erfahrungsvorsprung gegenüber Zeuge, der entscheidend sein wird. Ich weiß, an welchen Schrauben ich drehen muss, um zu siegen. Welche das sind wird man dann sehen.

 

Glauben Sie an einen ähnlichen Verlauf wie in ihren Duellen mit Vincent Feigenbutz, wo das erste Duell auf Augenhöhe und Kampf Nummer zwei deutlich zu Ihren Gunsten verlief?

 

Giovanni De Carolis: Das zweite Aufeinandertreffen mit Feigenbutz hat gezeigt, dass unser Team Kämpfe genau analysiert und wir die Schwächen unserer Gegner sehr gut aufdecken können. Natürlich hoffe ich, dass uns das auch gegen Zeuge gelingen wird. Allerdings ist Zeuge, genau wie ich, ein sehr intelligenter Boxer. Daher denke ich, dass der Rückkampf gegen ihn eine noch größere Herausforderung sein wird, als der erste Fight. Die Boxfans dürfen sich somit auf ein hochklassiges Gefecht freuen!

 

Zuletzt waren Sie enttäuscht über die fehlende Würdigung Ihrer Person in Ihrer Heimat Italien. Hat sich in den letzten Monaten irgendetwas daran geändert?

 

Giovanni De Carolis: Die Öffentlichkeit, vor allem die Printmedien und das Fernsehen, nehmen weiterhin kaum Notiz davon, dass ich Weltmeister bin. Trotz dessen werde ich auf der Straße immer häufiger erkannt und angesprochen. Schön ist außerdem zu sehen, dass immer mehr junge Menschen in unsere Boxgyms strömen und da sind echt talentierte Jungen und Mädchen bei. Die Qualität des italienischen Boxsports steigt definitiv – jetzt müssen die Promoter und Sportfans dies nur noch unterstützen!

 

Was sind Ihre nächsten sportlichen Ziele, falls Sie Ihren Titel gegen Zeuge erneut erfolgreich verteidigen können?

 

Giovanni De Carolis: Ich mache mir vor meinen Kämpfen nie Gedanken über die Zukunft – das Hier und Jetzt ist entscheidend. Natürlich bin ich Profi und schaue immer, was das Beste für mich ist. Dafür habe ich mit meinem Team und meiner Familie aber nach dem 5. November genügend Zeit.

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

 

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Jürgen Brähmer: „Ich habe nur ein Ziel – Tyron zum Weltmeister zu machen!“

 

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Jürgen Brähmer hat erneut die Seiten gewechselt. Nach seinem WM-Kampf Anfang Oktober steckt der Schweriner aktuell seine volle Energie wieder in den Trainerjob. Schützling Tyron Zeuge soll dann am 5. November die Früchte des Erfolges einfahren und Giovanni De Carolis, den WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht, entthronen. Wieso man aus der Verletzung Zeuges etwas Positives ziehen kann und weshalb das Publikum in Potsdam eine entscheidende Rolle spielen wird, erzählt Brähmer im folgenden Interview.

 

Jürgen Brähmer, Ihr Schützling Tyron Zeuge greift am 5. November erneut nach den Sternen. Was macht Sie so optimistisch, dass er sich dieses Mal gegen Giovanni De Carolis mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft belohnt?

 

Jürgen Brähmer: Durch die Verletzung war Tyron im letzten Aufeinandertreffen bereits zur Hälfte des Kampfes stark beeinträchtigt und hat trotzdem weitergekämpft, so wie wir es von ihm sehen wollten. Wir haben uns sehr gut vorbereitet und Tyron weiß, was er von De Carolis erwarten kann. Ich bin überzeugt, dass es ein anderer Kampf wird und sich der Junge den Titel holen wird. 

 

Wieso hat es Ihrer Meinung nach im ersten Duell mit dem Italiener nicht für Zeuge gereicht?

 

Jürgen Brähmer: Wir haben nicht verloren. Es war ein Unentschieden und damit durfte der Italiener seinen Titel behalten. Wie ich schon eingangs sagte, Tyron hatte mit einer Verletzung zu kämpfen und war dadurch natürlich nur eingeschränkt kampffähig. Ich war mit seiner Leistung dennoch zufrieden. Man darf nicht vergessen, dass Tyron damals erst den zweiten Kampf nach einer langen Pause absolvierte und er einen De Carolis vor den Fäusten hatte, der für mich die bis dato beste Leistung seiner Karriere zeigen konnte. 

 

Die Verletzung nach knapp sechs Runden war also, Ihrer Meinung nach, der Knackpunkt. Sind Sie besonders stolz auf Zeuge, dass er sich durch diese schwierige Situation durchgeboxt hat und hilft diese Erfahrung mit Blick auf die Zukunft?

 

Jürgen Brähmer: Es zeigt, dass Tyron auch beißen kann, wenn er will. Das ist wichtig. Diese Einstellung brauchst du nicht nur im Kampf, sondern jeden Tag im Training. Die Bereitschaft sich zu quälen, über die Schmerzgrenze zu gehen. Grundsätzlich hat Tyron aus dem ersten Duell gelernt. Je stärker der Gegner ist, desto mehr kannst du für deine eigene Entwicklung daraus ziehen. Und natürlich haben wir als Trainerteam versucht, Tyron bestmöglich auf das zweite Duell einzustellen.

 

Sie hatten zuletzt ähnliches Pech wie Zeuge im Juli und laborieren aktuell an den Nachwirkungen einer Verletzung, die zum Verlust Ihres WM-Titels im Halbschwergewicht an Nathan Cleverly Anfang Oktober führte. Schränkt Sie das in der Trainingsarbeit ein?

 

Jürgen Brähmer: Nein. Meinem Arm geht es schon wieder besser und für die Pratzenarbeit ist zudem Conny Mittermeier verantwortlich. 

 

Würde ein Sieg von Zeuge Ihrer Motivation, mit Blick auf das Rematch gegen Cleverly, noch einen Extra-Kick geben?

 

Jürgen Brähmer: Mich wurmt die Niederlage und ich freue mich auf das Rematch. Aber ich habe gesagt, dass es nach dem Cleverly-Kampf nur ein Ziel für mich gibt: Tyron Zeuge zum Weltmeister zu machen. Danach werde ich mich voll und ganz auf den Rückkampf gegen Cleverly konzentrieren. Zu einem Zeitpunkt einen Kampf verletzungsbedingt aufgeben zu müssen, in dem man auf den Punktzetteln führt, ist Ansporn genug. Da brauche ich keine andere Motivation. 

 

Zurück zum 5. November. Das zweite Duell zwischen Zeuge und De Carolis findet in der MBS Arena Potsdam statt. Dort boxte Zeuge vor knapp sieben Monaten zum ersten Mal mit Ihnen in der Ecke uns siegte – ein gutes Omen?

 

Jürgen Brähmer: Omen hin oder her. Es zählt allein die Leistung im Ring und ob er das im Training Erarbeitete im Ring umsetzen kann. Aber Potsdam hat ein boxbegeistertes Publikum und eine sehr schöne Arena – das sorgt sicherlich für einen zusätzlichen Auftrieb bei Tyron. Und wenn er die gute Vorbereitung am 5. November in den Ring bringen kann, dann hat er sehr gute Karten, in Potsdam Weltmeister zu werden.

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

 

Locker beim Medientag – fokussiert auf den WM-Titel: Familie Zeuge/Brähmer/Mittermeier ist im Soll!

 

 

Alltag in der Trainingsfamilie Zeuge/Brähmer/Mittermeier: Einsatz, Härte aber auch mal ein flotter Spruch auf den Lippen – es läuft in der Vorbereitung auf Zeuges zweite WM-Chance. Das zeigte sich auch beim heutigen Medientag. Beim Training vor Journalisten am Olympiastützpunkt Schwerin zeigte Zeuge, dass seine Form bereits stimmt. Am 5. November (live ab 22:20 Uhr in SAT.1) kommt es für den Berliner zum erneuten Aufeinandertreffen mit Giovanni De Carolis. Nach einem Unentschieden im ersten Duell, soll dieses Mal der Sieg und die Weltmeisterschaft her.

 

„Wir sind sehr zufrieden mit Tyrons Leistungen“, sagt Mentor Jürgen Brähmer. „Doch wichtig ist vor allem, dass er das auch im eigentlichen Kampf zeigt. Da muss der Fokus von Beginn an stimmen!“

 

Die Trainerrolle teilt sich Brähmer weiterhin mit Conny Mittermeier. Auf die Frage, wer denn der Chef sei, reagieren beide allergisch. „So etwas gibt es bei uns nicht“, erklärt Mittermeier. „Bei uns hat jeder seine Aufgabe, die er zu erfüllen hat. Zusammen bilden wir eine heterogene Einheit. Einer ergänzt den anderen.“

 

Im Ring der MBS Arena Potsdam kann am 5. November aber nur Zeuge selbst für den Erfolg sorgen. „Jürgen und Conny haben mich darauf bestmöglich vorbereitet“, meint der 24-jährige WM-Herausforderer. „Ich weiß jetzt genau, was gegen De Carolis auf mich zukommt. Wir haben im Training die Fehler des ersten Fights abgestellt. Ich fühle mich noch stärker als zuletzt und werde mir den Sieg nicht noch einmal nehmen lassen.“

 

Dann kann sich die Trainingsfamilie Zeuge/Brähmer/Mittermeier bald täglich den WM-Gürtel als Bestätigung ihrer Arbeit anschauen.

 

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Zeuge-Trainer Mittermeier mit Kampfansage: „Tyron muss zeigen, wer der ‚Herr im Haus‘ ist!“

 

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Das Streben nach Perfektion ist der Garant für den Sieg! Mit dieser Philosophie will Conny Mittermeier, zusammen mit Jürgen Brähmer, aus Tyron Zeuge einen Weltmeister formen. Die Chance auf den Titel bekommt Zeuge am 5. November im Rematch gegen WBA-Champion Giovanni De Carolis. Neben seinen Eindruck des ersten Kampfes spricht der Trainer im folgenden Interview über Erfahrung, Verletzungspech und dem Willen zum Sieg.

 

Conny Mittermeier, wie sahen Sie den Kampf im Juli? Was hat ihnen an Tyron Zeuge gefallen und was muss er am 5. November besser machen?

 

Conny Mittermeier: Die ersten sechs Runden zeigte Tyron eine gute Leistung, wenngleich er ein wenig zu zögerlich agierte – das war aber der mangelnden Erfahrung geschuldet. Dann verletzte er sich und der Kampf drohte komplett zu kippen. Wie sich Tyron da durchgebissen hat, ist aller Ehren wert. Es hat gezeigt, dass er das Herz eines Champions in sich trägt. Jetzt wissen wir erst recht, dass der Junge für den Erfolg brennt und sind noch optimistischer, dass er sich im Rematch den WM-Titel holen wird!

 

War der Mangel an Erfahrung einer der Hauptgründe, wieso Tyron den ersten Kampf nicht gewinnen konnte?

 

Conny Mittermeier: Das war nur ein Baustein in einer Mauer, die Tyron einreißen sollte. Der dickste Block war Giovanni De Carolis, der an diesem Abend seine bis dato beste Leistung im Ring zeigte. Beide sind sich über den kompletten Verlauf des Kampfes auf Augenhöhe begegnet, was auch das Ergebnis widerspiegelte. Nun muss Tyron ein paar Schippen drauflegen, um für klare Verhältnisse zu sorgen.

 

Und was sagen Sie zur Vorbereitungszeit auf den ersten De Carolis-Kampf? War die Arbeit mit Brähmer & Zeuge noch nicht so ausgereift, wie Sie sich das vorgestellt hatten?

 

Conny Mittermeier: Im Nachhinein muss man feststellen, dass die erste Vorbereitung mit Tyron im Eiltempo erledigt werden musste. In sechs Wochen kannst du nicht komplett einen Stil verinnerlichen, den du zuvor nie geboxt hattest. Vor dem zweiten Anlauf haben wir nun mehr Zeit gehabt und wenn ich mir Tyron im Training anschaue, kann ich mit Stolz behaupten, dass er jetzt deutlich besser weiß, was wir von ihm wollen.

 

Wie bewerten Sie eigentlich die Verletzungsmisere bei Zeuge und Brähmer?

 

Conny Mittermeier: Allein als Trainer muss ich sagen, dass es schon sehr schwer zu verdauen ist. Man bereitet sich wochen- oder monatelang auf solch wichtige Kämpfe vor, nimmt Entbehrungen in Kauf und dann wird einem der Boden unter den Füßen weggezogen – schließlich waren beide ja bis zum jeweiligen Zeitpunkt der Verletzung auf der Siegerstraße. Glücklicherweise sind beide mental sehr stark, so dass es für die jeweiligen Rückkämpfe keine Rolle spielt. Tyron hat das vor kurzem schon sehr gut formuliert, als er sagte, dass man sich sein Glück erarbeiten muss.

 

Mussten Sie größere Umstellungen in der Vorbereitung auf das Rematch vornehmen?

 

Conny Mittermeier: Wir machen dort weiter, wo wir aufgehört haben – Tyrons Stärken wollen wir weiter ausbauen und seine Schwächen versuchen abzustellen. Mit knapp 110 Sparringsrunden wird der Junge bestens vorbereitet in den Kampf gehen.

 

Sie und Jürgen Brähmer sprachen vor und nach dem Kampf die teils grenzwertigen Aktionen des Weltmeisters an. Ist Tyron diesmal besser auf Kopfstöße, Abducken & Co. besser eingestellt?

 

Conny Mittermeier: Ich denke, dass Tyron genug aus dem ersten Aufeinandertreffen mit De Carolis mitgenommen hat, um sich am 5. November entsprechend zu wehren. Wichtig ist, dass er den entscheidenden Biss zeigt. Du kannst vor und nach dem Kampf freundlich mit deinem Gegner umgehen, aber nicht im Ring! Da gebe ich einem Jürgen Blin Recht, wen er sagt, dass Tyron von Beginn an klarmachen muss, wer der ‚Herr im Haus‘ ist. Dann wir er auch siegen!

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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De Carolis-Coach Mattioli glaubt an Sieg: Wir lassen uns nicht mehr überraschen!

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Man sieht sich immer zwei Mal im Leben! Im Fall von Giovanni De Carolis und Tyron Zeuge ist das nächste Aufeinandertreffen nicht mehr fern. Am 5. November kommt es zum Rematch zwischen dem italienischen WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht und seinem deutschen Herausforderer (live ab 22.20 Uhr in SAT.1). Italo Mattioli, der Trainer von De Carolis, sieht dieser kommenden Titelverteidigung seines Schützlings optimistisch entgegen. Wieso Kampf Nummer zwei für De Carolis einfacher wird und weshalb Deutschland besser als Italien ist, erklärt der Coach im folgenden Interview.

 

Italo Mattioli, Ihr Schützling Giovanni De Carolis bestätigte nach dem ersten Duell mit Tyron Zeuge, dass er anfangs Probleme hatte, sich auf ihn einzustellen. Sie sagten vor dem Kampf, dass Sie Zweifel an seiner Qualität hätten. Hat Zeuge Sie beide überrascht?

 

Italo Mattioli: Zeuge hatte zuvor noch nie auf diesem Niveau geboxt, also war es doch ganz normal, Zweifel anzumelden. Was der Junge dann aber vor allem zu Beginn des ersten Fights zeigte, hat mich tief beeindruckt. Seine Beinarbeit, wie er sich zum Gegner stellt und diese schnellen Schlagabfolgen – Zeuge ist ein sehr guter Boxer und würdiger WM-Gegner. Giovanni hat lange gebraucht, mit ihm zurechtzukommen. Doch wie es Champions nun einmal machen, fand er einen Weg, seinen Titel zu verteidigen. Wir wissen jetzt, was Zeuge im Stande ist zu leisten. Giovanni wird dementsprechend besser auf ihn vorbereitet sein und dieses Mal gewinnen!

 

Zeuge verletzte sich ja Mitte des Kampfes am Arm. Sein Trainerteam Jürgen Brähmer/Conny Mittermeier ist der Meinung, dass ihr Boxer ohne dieses Handicap De Carolis geschlagen hätte. Wie ist Ihre Meinung dazu?

 

Italo Mattioli: Ein kleiner Moment kann einen Kampf entscheiden oder dessen Ausgang maßgeblich verändern, aber wenn es über die Punkte geht, werden alle zwölf Runden zu Rate gezogen. „Hätte, Wenn und Aber“ sollten wir bitte den Boxfans überlassen. Ich meine ja auch, dass Giovanni nicht seine beste Leistung gezeigt hat. Trotzdem fange ich nicht an zu sagen, was passiert wäre, wenn ihm das gelungen wäre. Im Endeffekt entscheidet die Tagesform auf solch einem Level. Das soll auch als ein Kompliment an Zeuge und sein Team verstanden werden.

 

Auf was muss Giovanni De Carolis achten, um dieses Mal gegen Zeuge als Sieger hervorzugehen?

 

Italo Mattioli: Wichtig ist vor allem, dass er den Kampf ruhig angeht und auf seine Stärken vertraut. Im Juli war er sehr verspannt und wollte seine Aktionen erzwingen. Giovanni muss konzentriert sein Ding durchziehen und sich auf den Augenblick konzentrieren.

 

Gab es irgendwelche Veränderungen in der Vorbereitung im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen?

 

Italo Mattioli: Wir haben kaum etwas verändert. Kleine Anpassungen sind natürlich immer drin, aber das muss sein, um neue Reize zu setzen. Einzig an der Taktik haben wir etwas verändert. Giovanni muss von Beginn an zeigen, wer der Chef im Ring ist, Zeuge früher unter Druck setzen.

 

Sind Sie optimistischer als vor Kampf Nummer eins?

 

Italo Mattioli: Ja, denn wir wissen nun, mehr mit Zeuge und seinem Stil anzufangen. Der erste Fight war so etwas wie ein „Überraschungs-Ei“ – wir wussten nicht, was wirklich auf Giovanni zukommt. Dementsprechend war es anfänglich ein Abtasten. Am 5. November können wir von Beginn an Gas geben. Natürlich werden sich Zeuge und sein Team auch etwas einfallen lassen, aber ich glaube, dass es bei Ihnen nicht so viel Raum für Veränderungen gibt.

 

Kommen wir doch mal auf Ihre Heimat zu sprechen. Erhält Ihr Schützling als Weltmeister dort genügend Aufmerksamkeit?

 

Italo Mattioli: Leider muss ich sagen, dass Giovannis Erfolg in Deutschland mehr gewürdigt wird, als in Italien und das ist wirklich traurig. Ich ziehe gern einen Vergleich zum Fußball: Länder wie die USA, Großbritannien und Deutschland spielen in der Champions League – Italien ist leider nicht einmal zweite Liga. Bei uns geht es wirklich nur um den Fußball und ums Radfahren – alles andere interessiert nicht.

 

Wollen Sie daher gern nach Deutschland kommen und hier Boxer trainieren?

 

Italo Mattioli: Diese Aussage im Juli war vielleicht ein wenig übertrieben und ich wollte damit niemanden beleidigen. Die Intention dahinter war aufzuzeigen, welch eine großartige Basis Deutschland für das Profiboxen bietet. Jemand wie ich, der von solchen Verhältnissen nur träumen kann, würde sich freuen, in so einem Land zu trainieren. Ich wollte vor allem meinen Respekt vor dem deutschen Boxsport zum Ausdruck bringen.

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

 

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Ciao, Italia? Weltmeister De Caroliswill schon Deutsch lernen!

 

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De Carolis fühlt sich heimisch! Wenn man mit Giovanni De Carolis über Deutschland spricht, fangen seine Augen an zu leuchten. Der Italiener hat nur gute Erinnerungen an das Land, in dem er Anfang dieses Jahres WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht wurde. Anfang des kommenden Monats kommt der 32-Jährige einmal mehr nach „Germania“, um seinen WM-Titel zu verteidigen. De Carolis Gegner lautet dann erneut Tyron Zeuge (live ab 22.20 Uhr in SAT.1). Erst im Juli trennten sich beide Boxer Unentschieden.

 

„Tyron ist wohl der bisher technisch beste Boxer, dem ich gegenübergestanden habe“, lobt der WBA-Champion seinen Kontrahenten, macht aber klar: „Ich habe unser erstes Duell genauestens studiert und werde die Fehler, die ich damals begangen habe, nicht noch einmal machen!“

 

Ähnliche Worte hörte man von De Carolis bereits vor seinem Rematch gegen Vincent Feigenbutz, „und dem habe ich Taten folgen lassen“, so der Schützling von Italo Mattioli. Mit einem Abbruchsieg holte er sich Anfang Januar den WM-Gürtel.

 

Nach Ringauftritten in Oldenburg, Karlsruhe, Offenburg und Berlin geht es für De Carolis diesmal nach Potsdam. „Eine sehr schöne Stadt, die ich mit Sicherheit in der Kampfwoche erkunden werde“, verrät der Mann aus Rom. Vor allem der Schlosspark Sanssouci hat es ihm angetan: „Ich habe früher Architektur studiert, daher freue ich mich besonders auf diesen Besuch.“

 

Bei dem Glück und der Schwärmerei stellt sich fast schon die Frage, ob De Carolis nicht gleich hierherziehen möchte. „Als Boxer hast du es in Deutschland deutlich besser, als in Italien. Trainingsbedingungen, Fans, Aufmerksamkeit – hier ist alles besser. Trotzdem liebe ich meine Heimat. Aber man sollte niemals nie sagen – vielleicht schon bald auf Deutsch!“

 

Ein Sieg am 5. November könnte De Carolis die Entscheidung wohl erleichtern, doch diesen Plan will Tyron Zeuge zerstören. Zeuge: „Giovanni kann zum WM-Titel schon einmal ‚Ciao‘ sagen – ich werde den Gürtel herzlich willkommen heißen!“

 

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Abraham lobt Zeuge: „Vor Tyron ziehe ich meinen Hut – er wird der nächste Weltmeister!“

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Abraham ist von Zeuge beeindruckt! Für Tyron Zeuge und Arthur Abraham stehen die Wochen der Wahrheit auf dem Programm. Beide Super-Mittelgewichtler bereiten sich aktuell auf richtungsweisende Kämpfe vor. Den Anfang macht Zeuge im Rematch gegen WBA-Champion Giovanni De Carolis am 5. November (live ab 22:20 Uhr in SAT.1), bevor sich Abraham eine Woche später, ebenfalls in einem Rückkampf, gegen Martin Murray für eine weitere WM-Chance empfehlen will. Angesprochen auf beide Fights, ist der Musterschüler von Trainer Ulli Wegner sicher: „Erst wird Zeuge Weltmeister, dann hole ich den Doppelpack-Sieg in Monaco!“

 

Seinen letzten Kampf gewann Abraham im Juli vorzeitig. Auf der gleichen Veranstaltung reichte es für Zeuge indes nur zu einem Unentschieden gegen De Carolis. Trotzdem imponierte „King Arthur“ die Leistung seines Team Sauerland-Stallkollegen ungemein. „Vor seiner Leistung muss ich echt den Hut ziehen“, so der 36-Jährige, „wie sich Tyron trotz Verletzung durch die zweite Hälfte des Kampfes gefightet hat, ist nicht hoch genug einzuschätzen – und ich weiß, wovon ich rede!“

 

Stimmt! Vor über zehn Jahren vollbrachte Abraham fast Unmögliches, boxte acht Runden lang mit gebrochenem Kiefer und siegte! Abraham: „Jetzt werden viele sagen, dass ich es deutlich schwerer hatte. Aber um ehrlich zu sein glaube ich, dass es nicht minderschwierig ist, sechs Runden lang einarmig um die WM zu boxen.“ Daher ist laut Abraham klar: „Zeuge hat den unbedingten Siegeswillen in seinen Genen!“

 

Den Ehrgeiz zu Siegen hat der frischgebackene Vater ebenfalls noch in seinen Fäusten. „Ich weiß, dass dies wohl eine meiner letzten Chancen auf einen WM-Kampf ist“, so Abraham über den Kampf gegen Martin Murray in Monaco. „Dafür mobilisiere ich alles im Training. Ich will unbedingt als Weltmeister abtreten und nur ein Sieg am 12. November bringt mich diesem Ziel näher!“

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Potsdam sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich. Der komplette Kampfabend, inklusive aller Vorkämpfe, ist am 5. November zudem live auf www.ranFIGHTING.de zu sehen.

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