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„Unbekannter“ Amerikaner will Brähmer-Karriere beenden!

 

JB vs Brant

Ein unbekannter Amerikaner will Brähmer Weg ins Halbfinale der „Ali Trophy“ versperren! Am 27. Oktober bestreitet Jürgen Brähmer in seiner Heimatstadt Schwerin das letzte Viertelfinale der „World Boxing Super Series“ gegen Rob Brant (live ab 20 Uhr mit Sky Select und bei ranFIGHTING.de). Wer er überhaupt ist und wieso der 27-jährige US-Boy voller Selbstvertrauen nach Deutschland reist, erzählt Brant im folgenden Interview.

Rob Brant, am 27. Oktober boxen Sie mit Jürgen Brähmer den letzten Halbfinalteilnehmer der „World Boxing Super Series“ aus. Für die meisten Boxfans sind Sie der Nobody aus den Staaten. Was haben Sie dem zu entgegnen?

Rob Brant: Egal ob Groves – „der Champion“, Smith – „der Senkrechtstarter“ oder Eubank – „der Entertainer“ – ich dachte, einer von ihnen begeht den Fehler den „unbekannten Amerikaner“ auszuwählen. Jetzt wird „der Erfahrene“, Brähmer, die schmerzhafte Ehre haben herauszufinden, dass ich nicht umsonst für dieses Turnier ausgewählt wurde.

Sie bezeichnen sich ja ebenfalls als der unbekannte Amerikaner. Was sollte man denn über Sie wissen?

Rob Brant: Ich komme aus dem „Kälteloch“ Minnesota, lebe jetzt aber in Texas. Den Boxsport entdeckte ich erst mit 15 Jahren für mich und konnte auch erst richtig durchstarten, nachdem ich ein Jahr später den Führerschein machen konnte. Ein „Fun Fact“ zu meiner Person ist, dass ich meinen ersten Amateurkampf auf einer Pferderennbahn bestritten habe. Gewonnen habe ich damals übrigens vorzeitig, genauso wie 3 der nächsten 4 Kämpfe. Dabei sah meine Familie nicht nur, dass mir der Boxsport Spaß macht, sondern dass ich auch erfolgreich bin. Seitdem unterstützen sie mich bestmöglich.

Wer zählt denn zu Ihrer Familie?

Rob Brant: Da wäre in allererster Linie mein Vater, ein ehemaliger College-Footballspieler der UCLA. Mein 2 Jahre älterer Bruder hat sich daran ein Beispiel genommen und ist ein wahres Allroundtalent. Durch ihn habe ich überhaupt den Weg zum Boxen gefunden, da er mich in allen anderen Sportarten geschlagen hat. Wir sind ohne unsere Mutter aufgewachsen und haben sie auch erst vor einigen Jahren wieder getroffen. Jetzt haben wir glücklicherweise ein gutes Verhältnis zu ihr. Und wo wir eben schon bei „Fun Facts“ waren, habe ich noch einen: Mein Großvater ist Hobbyfotograf und hat viele meiner Kämpfe dokumentiert.

Wie kam es denn bei dieser großartigen Familie dazu, dass Sie von Minnesota nach Texas umgezogen sind?

Rob Brant: Ich war mit Anthony Mack und Errol Spence Jr. im US-Nationalteam und wir wurden gute Freunde. Wie der Zufall so will, sollte ich in meinem 10. Profikampf gegen einen gewissen Demetrius Walker antreten. Dieser hatte zuvor schon gegen Anthony geboxt. Also rief ich ihn an und fragte, wie ich diesen Typen boxen muss. Da sagte er: komm zu mir nach Dallas und ich zeig dir wie. Bis dahin hatte ich übrigens keinen festen Trainer, daher habe ich die Chance ergriffen und bin nach Texas geflogen. Dort traf ich meinen jetzigen Coach Derrick James. Er sagte mir im Detail, an was ich alles noch arbeiten muss, um es nach ganz oben zu schaffen. Da wusste ich, dass er der richtige Trainer für mich ist. Zunächst war ich immer nur einige Wochen vor den jeweiligen Kämpfen dort, um mich vorzubereiten. Dann traf ich die Liebe meines Lebens. Durch Tiffany, die zuvor als Ernährungsberaterin für Anthony arbeitete, wurde mir klar, dass ich nach Dallas ziehen muss. Jetzt haben wir gemeinsam ein Haus gekauft, besitzen drei Hunde und werden spätestens nach der WBSS heiraten – am besten mit der Ali Trophy im Gepäck.

Trauen Sie sich wirklich den Turniersieg zu?

Rob Brant: Muhammad Ali hat einmal gesagt: „Wer nicht mutig genug ist, Risiken einzugehen, wird es im Leben zu nichts bringen.“ Ich werde im Super-Mittelgewicht noch stärker sein und habe zudem den Geschwindigkeitsvorteil – vor allem gegen Brähmer. Nicht nur durch die Gewichtsklasse, sondern auch den Altersunterschied. Schlagkraft kommt einen nie abhanden, Athletik und Schnelligkeit schon. Ich bin in diesem Turnier um es zu gewinnen. Es wird bestimmt nicht leicht, aber ich werde die bis dato schwerste Aufgabe meines Lebens erfolgreich lösen. Ich habe die Power jeden der anderen Teilnehmer zu schlagen.

Wie gesagt, müssen Sie erst einmal Jürgen Brähmer besiegen, um ins Halbfinale einzuziehen. Wie schätzen Sie denn Ihren kommenden Gegner ein?

Rob Brant: Brähmer ist der erfahrenste Boxer in diesem Turnier. Er gibt einen nur wenige Angriffspunkte, er macht die meisten Dinge im Ring richtig. Ich glaube nicht, dass ich ihn auf irgendeine Weise überraschen kann, dafür boxt er schon zu lange auf einem hohen Niveau. Um ihn zu schlagen, muss ich einfach alles ein wenig besser machen als er. Und selbst wenn er einen schlechten Start in den Kampf hat, besitzt Brähmer so viel Erfahrung, dass er einfach Plan B oder C auspackt. In meinen Augen ist dieses Turnier seine letzte Chance, denn er hat nie gegen die ganz großen Champions seiner Zeit geboxt. Das will er jetzt mit Sicherheit nachholen. Doch dazu muss Brähmer an mir vorbei und ich werde ihm nicht den Gefallen tun, dass er durch diese Tür gehen kann.

Tickets für das Viertelfinale im Super-Mittelgewicht der World Boxing Super Series am 27. Oktober in Schwerin zwischen Jürgen Brähmer und Rob Brant gibt es unter www.eventim.de und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.

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Jürgen Brähmer ist wieder da, am 27.10.2017 in Schwerin!

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Comeback im Super-Mittelgewicht: Brähmer freut sich auf WBSS-Premiere

Zurück in die Zukunft! Unter diesem Motto steht für Jürgen Brähmer der Start in die „World Boxing Super Series“. Am 27. Oktober (live auf SKY Select und ranFIGHTING.de) will der Schweriner in der heimischen Sport- und Kongresshalle mit einem Sieg über den US-Amerikaner Rob Brant ins Viertelfinale des Turniers um die „Muhammad Ali Trophy“ einziehen. Mehr als zehn Jahre stand der mittlerweile 38-jährige Ex-Weltmeister nicht mehr als Super-Mittelgewichtler im Ring. Die Gewichtsklasse, in der er zur damaligen Zeit als einer der gefürchtetsten Puncher weltweit galt (24 Knockouts in 31 Kämpfen). Jetzt kehrt der Rechtsausleger zurück. Beim Medientag vor der versammelten Presse zeigte Brähmer am Mittwoch, dass definitiv mit ihm im Rennen um die „Ali Trophy“ zu rechnen sein wird!

„Ich habe und hatte noch nie Gewichtsprobleme“, erklärt Brähmer gleich zu Beginn der Einheit. Locker und scheinbar ohne große Anstrengung spult er seine 6-ründige Einheit beim Pratzentraining ab. Diese hält wiederum ein altes, bekanntes Gesicht: Michael Timm! Mit dem Bundestrainer der Amateure am Leistungsstützpunkt Schwerin bereitet sich Brähmer auf seinen kommenden Kampf vor.

Brähmer: „Ich schätze an ihm, dass er sich als Coach immer weiterentwickelt. ‚Timmi‘ versucht immer das Optimum aus seinem Sportler herauszukitzeln und setzt dabei häufig auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Aus eigener Erfahrung als Trainer weiß ich, wie schwer es ist, jemand auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit ins Gefecht zu schicken und das kann er wie kaum ein anderer!“

Auf diese Expertise wird der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern am Wettkampftag jedoch verzichten müssen, denn Timm hat laut eigener Aussage fast zeitgleich einen anderen Kampf zu bestreiten: „Ich werde in Indien meine Tochter zum Altar führen.“ Seiner Ansicht nach stört seinen neuen, alten Schützling das allerdings wenig. „Jürgen war und ist das Wichtigste, dass wir die Vorbereitung auf den 27. Oktober gemeinsam bestreiten. In der Ringecke kommt er auch ohne mich zurecht. Den Kampf muss er sowieso allein gewinnen.“ Dieses Experiment hätte Timm jedoch nicht mit jedem gemacht, „aber Jürgen hat ja bereits einige Erfahrung als Coach gesammelt und eine lange erfolgreiche Karriere hinter sich.“

Brähmer bringt die Konstellation genau auf den Punkt: „Im Kampf muss mir niemand eine Motivationsspritze geben, denn ich weiß, um was es geht. Ich brauche auch niemanden, der mir erzählt was ich selber schon weiß. Alles was ich brauche, lerne ich im Training – ob nun Plan A, B oder C. Und das rufe ich situationsbedingt im Kampf ab. Sich plötzlich in der Rundenpause komplett neu zu erfinden, ist meiner Meinung nach nicht möglich.“

Und daher kann der Box-Veteran auf seinen Coach an diesem Tag verzichten. Der gibt wiederum aber schon einmal Bewerbungstipps an seinen potenziellen Vertreter. Timm: „Jürgen reichen normal drei kurze, prägnante Sätze in den Pausen. Der einfachste und effektivste Satz lautet: Hau ihn um!“ Das konnte Brähmer als Super-Mittelgewichtler ja schon immer gut …

Tickets für das Viertelfinale im Super-Mittelgewicht der World Boxing Super Series am 27. Oktober in Schwerin zwischen Jürgen Brähmer und Rob Brant gibt es unter www.eventim.de und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.

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