Beiträge mit dem Schlagwort: Mahmoud

Charr bittet um Entschuldigung für die Lügen

Mahmoud Charr mit Malik Zinad

Nach drei Jahren bittet Charr um Entschuldigung für die dreiste Lüge dass er Deutscher sei und einen deutschen Pass besitze. Am selben Tag lobte Mahmoud mit türkischen Reporter seine Dankbarkeit an den Türken und Erdogan. Wie man den Titel an Deutschland und Kanzlerin Merkel widmet, aber später diesen Gürtel an Erdogan schenkt, zeigt dass es schwerig ist gleichzeitig auf mehrere Hochzeiten zu tanzen.

Erdogan wird von Charr gelobt dass er Millionen von Flüchtlingen aufgenommen hat. Wieso erhält Jordaniens König kein Lob für so viele Flüchtlinge aufgenommen zu haben? Gerade Erdogan hatte kurz davor Deutschen, Holländer, Österreicher und Europäer beschimpft und als Nazis dargestellt. Erdogan lass Militär in Syrien reingehen und verursache somit noch mehr Flüchtlinge. Schlechte Timing für Lob an Erdogan.

Dass Mahmoud als Flüchtling nicht nach Paris fahren konnte ist eine Erfahrung Deutschen vor 1989 aus DDR auch hatte.

Immerhin ist es sehr stark vom „Deutschen Panzer“ einen guten Kampf gegen Ustinov zu liefern kurz nach seiner Hüftoperation. Dass er den Täter der ihn angeschossen hat verzieht ist auch positive Eigenschaften von Mahmoud.

Unbeantwortet bleibt immerhin die Einbauküche für Mama, Bedingungen für Senad Gashi um sich nach drei Runden den Kampf aufzugeben. Lügen haben kurze Beine.

Um seine Glaubwürdigkeit aufzupolieren ist das Statement von Mahmoud ein guter Beitrag. Ob er jemand einen Kampf gegen Anthony Joshua oder Tyson Fury kriegt ist fraglich. Eher wäre einen Kampf gegen Senad Gashi oder Tom Schwarz sehenswert. Titelkampf gegen Robert Helenius wäre sicherlich förderlich für die Karriere. Immerhin geben wir Mahmoud Charr sein verdienter Respekt! Hier:

Offener Brief von Mahmoud Charr

WBA-Weltmeister Mahmoud Charr bezieht zu verschiedenen Themen Stellung  
OFFENER BRIEF  Wegen der Corona-Pandemie hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, diesen offenen Brief zu schreiben. Zuerst möchte ich mich bei allen Menschen in Deutschland entschuldigen! Ich hatte nach meinem WM-Sieg 2017 geschworen, dass ich den deutschen Pass hätte. Ich wollte unbedingt Weltmeister für Deutschland sein. Deutschland, das Land, das mir und meiner Familie eine zweite Heimat geboten hat. Wir kamen 1989 aus dem Krieg und hatten hier ein Dach über dem Kopf, medizinische Versorgung und Sicherheit gefunden. Schon als ich mich auf die WM vorbereitet hatte, stand ich unter enormem psychischen Druck. Ich wollte meine deutschen Fans und das deutsche Volk nicht enttäuschen. Mahmoud, meinen richtigen Vornamen, hatte ich sogar gegen Manuel ersetzt um den Menschen zu zeigen, dass ich mich integriert habe. Inzwischen sehe ich ein, dass ich  einen großen Fehler gemacht habe. 1989, während der Wiedervereinigung Deutschlands, bin ich damals als Flüchtlingskind zusammen mit meiner Mutter und meinen Geschwistern aus dem Libanon nach Deutschland eingereist. Bis zu meinem 27. Lebensjahr hatte ich leider nur eine Duldung als Aufenthaltsstatus und durfte NRW nicht verlassen. Nur mit einer amtlichen Genehmigung war das möglich. So blieben mir damals viele Türen verschlossen. Ich durfte nicht einmal eine Ausbildung anfangen und jede Arbeit und jegliche Zukunftsperspektiven blieben mir verwehrt. Dadurch hatte ich viel freie Zeit um mit Menschen mit gleicher Problematik abzuhängen. Aus meiner Sicht sind so die Parallelgesellschaften und einige Clans entstanden, mit denen auch ich eine Zeit lang zu tun hatte. Ich hatte den Wunsch und den Drang, von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Wir alle wollten auch Jemand sein, den man achtet, respektiert und vor allem in die Gesellschaft aufnimmt. Unsere Unerfahrenheit und Jugendlichkeit dachte, wenn man Erfolg vorgaukelt gehört man einfach dazu. Also mehr Schein als Sein! Inzwischen bin ich froh zu sehen, dass den Flüchtlingen schneller geholfen wird. Sie kommen früher in die Integrationskurse und können früher ins Arbeitsleben. Auch die Regierung hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Hätte es damals auch schnellere Verfahrensweisen bei den Asylanten gegeben, gäbe es heute wahrscheinlich eine geringere Problematik mit den Clans ins Deutschland. Viele von uns hätten einer Ausbildung oder einer Arbeit nachgehen können. Jahrelang nur geduldet zu werden und nicht reisen zu dürfen kann für einen jungen Menschen sehr belastend sein. Einfach mal für ein Wochenende mit einer Freundin nach Paris fahren war unmöglich. Zum Glück entdeckte ich in dieser schweren Zeit den Sport für mich. Ja, der Sport war meine persönliche Rettung. Da zählte nur meine Leistung und nicht die Herkunft oder aus welcher sozialen Schicht ich abstamme. Mein Ehrgeiz und meine Disziplin führten zu großen Erfolgen und auf einmal hatte ich in meinem Leben eine Perspektive. 2018 war ich erneut sehr großer Kritik ausgesetzt, da ich als Friedensbotschafter der WBC meinen WBC-Friedensgürtel an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan überreichte. Damals war es mir ein Anliegen, mich bei dem Land und der Regierung sowie den türkischen Bürgern zu bedanken, die über vier Millionen Menschen aus meinem Geburtsland aufgenommen und somit vor dem Tod und Hunger im Krieg bewahrt hatten. Als ich im November 2017 meinen langersehnten WM-Siegergürtel in den Händen hielt, war ich überglücklich. Ich ging für Deutschland unter deutscher Flagge in den Ring und ich holte für „uns“ den Weltmeistertitel. Seit meinem 5. Lebensjahr lebe ich in Deutschland und habe mein Geburtsland nie gesehen ausser im Krieg. Deshalb war es mir wichtig, mich bei Deutschland und seinen wunderbaren Menschen zu bedanken. Deswegen sprach ich nach meinem WM-Sieg zu unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ich sehr verehre und der ich meinen WM-Gürtel gewidmet habe. Den Entschluss, meinen Namen wieder in Mahmoud Charr zu ändern habe ich getroffen, weil ich authentisch sein will. Mir wurde damals von den Promotern und Managern angeraten, den Namen in Manuel zu ändern, um akzeptiert zu werden. Mein eigener Wunsch dazu zu gehören, überzeugte mich damals schließlich.  Jetzt will ich mir wieder selbst treu sein und an mich glauben. Ich will den Namen Mahmoud Charr, den mir mein Vater vor seinem viel zu frühen Tod gegeben hatte, wieder mit Stolz tragen. Ich hatte in den letzten Wochen viel Zeit in mich zu gehen und über viele Themen und Probleme der Gesellschaft nachzudenken. Es macht mich traurig, wenn Deutsche als Rassisten oder die Menschen mit Migrationshintergrund als Scheiß-Ausländer beschimpft werden. Wir alle müssen versuchen mehr miteinander zu kommunizieren, wir alle müssen versuchen uns gegenseitig besser zu verstehen. Wir alle müssen lernen, dass die gemeinsame Sprache hilft, Vorurteile abzubauen. Deshalb appelliere ich an alle Flüchtlinge der letzten Jahre, die deutsche Sprache zu lernen. Es ist gar nicht so schwierig und wenn wir uns gegenseitig unterstützen wird die Barriere, die durch fehlende Kommunikationsmöglichkeiten entsteht, schnell abgebaut. Natürlich gibt es auf beiden Seiten einige Gruppierungen, die über das Feld hinausschießen und grausame Taten begehen. Ich kann an dieser Stelle nur Mahatma Gandhi zitieren:
„Wenn ein paar Tropfen des Ozeans schmutzig sind, ist nicht der ganze Ozean verschmutzt.“ Wie schon erwähnt, machte ich einige Fehler, die ich nun nicht mehr rückgängig machen kann. An dieser Stelle hoffe ich, dass Sie meine Entschuldigung annehmen. Ich bereue es sehr, wegen meinem Pass gelogen zu haben. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Freund Vim Vomland von der BILD-Zeitung entschuldigen. Er hat sich nach meinem deutschen Pass erkundigt und ich log ihm ins Gesicht. Leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an diese beschämende Episode in meinem Leben zurückdenken muss. „Lieber Vim, verzeih mir bitte! Ich besitze die deutsche Staatsbürgerschaft noch nicht, aber hoffentlich sehr bald, denn in meinem Herzen bin ich ein Deutscher!“ Ich will wieder einen Neuanfang wagen. Der Traum „von der Straße zu den Sternen“ ist noch nicht ausgeträumt! Mein ganz besonderer Dank gilt meinem neuen Promoter Erol Ceylan und dem ganzen Team von EC-Boxing. Sie alle stehen hinter mir, um mich bei meinem neuen Leben 2.0 zu unterstützen. Bei meinem ehemaligen Investor und Manager Christian Jäger möchte ich mich an dieser Stelle auch bedanken. Ohne sein Investment und seinen Glauben an mich hätte ich es nicht geschafft, Weltmeister zu werden. Mein großer Dank auch an Bernd Trendelkamp von Global Sports für den Einsatz und die Begleitung. Außerdem freue ich mich sehr, in Zukunft mit Frau Vida Rashid (Vorsitzende Integrationsrat Stadt Brühl) neue Projekte für Integration umzusetzen. Sie bringt die Erfahrung in diesem Bereich mit und auch sie ist als Flüchtlingskind nach Deutschland gekommen. Wir haben viele Gemeinsamkeiten und dasselbe Ziel. Mahmoud Charr
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Mahmoud Charr (Diamond Boy Promotion) und Erol Ceylan (EC Boxpromotion) beschließen Zusammenarbeit

Mahmoud Charr (Diamond Boy Promotion) unterschreibt langfristigen Vertrag bei EC Boxpromotion

Box-Promoter Erol Ceylan hat den Schwergewichtler und amtierenden WBA-Weltmeister Mahmoud Charr unter Vertrag genommen und eine Vereinbarung mit der Diamond Boy Promotion geschlossen. Beide Seiten unterzeichneten in Hamburg einen langfristigen Kontrakt. Charr hält seit November 2017 den WM-Titel und konnte 31 seiner bisher 35 Kämpfe als Profi siegreich bestreiten.   Zwei, die sich kennen und wieder zueinander gefunden haben: Box-Promoter Erol Ceylan aus Hamburg und WBA-Weltmeister Mahmoud Charr aus Köln. Beide haben in Hamburg jetzt einen langfristigen Vertrag unterzeichnet, mit dem Ziel, dass Charr möglicht bald seinen WM-Gürtel verteidigen wird. Vielerlei unglückliche Umstände verhinderten bisher, dass Charr seinen Traum in Form von Titelverteidigungen weiterleben konnte. Doch damit soll nun Schluss sein. „Ich bin mir sicher, dass Erol mit seinen engen Verbindungen in die USA genau der richtige Partner an meiner Seite ist“, so Charr. Ich würde gerne gegen Andy Ruiz boxen und danach Tyson Fury ins Visier nehmen.“ Bereits 2011 stieg der Sohn einer libanesischen Mutter und eines syrischen Vaters für die EC Boxpromotion in den Ring. Charr wechselte, der enge Kontakt zwischen Ceylan und ihm blieb. Mahmoud war und ist immer ein Teil der ECB-Familie. Wir strukturieren gerade unseren Stall neu, richten uns strategisch aus. Nach der Verpflichtung von Victor Faust haben wir mit Mahmoud nun einen amtierenden Weltmeister im Schwergewicht. Wir sind sehr gut aufgestellt und ich bin überzeugt, dass er schon bald große Kämpfe machen wird“, so Ceylan. Der Hamburger Promoter hat die Arbeit bereits aufgenommen und bastelt an der Zukunft von Charr. Mit Charr und Weltergewicht Sebastian Formella ist Ceylan nun der einzige Promoter in Deutschland, der zwei Weltmeister unter Vertrag hat. Formella ist Titelträger nach Version der IBO.
  Im Leben von Mahmoud Charr, der auch als Manuel Charr bekannt wurde, lief nicht immer alles geradlinig. In der libanesischen Hauptstadt Beirut geboren, flohen er und seine Familie nach Deutschland, als er noch ein Kind war. Schon früh musste Charr sich also widrigen Gegebenheiten anpassen. Zum Boxsport kam er erst über Umstände, nachdem er zuvor Erfolge als Kickboxer und Muay-Thai-Kämpfer erzielte. Nach kurzer Amateurlaufbahn ging es für ihn mit Anfang 20 direkt zu den Profis, wo er u.a. mit Trainer-Legende Ulli Wegner zusammenarbeitete. Seine fehlende Erfahrung musste er durch Einsatzwillen kompensieren und sich jede Gelegenheit erkämpfen. Nach mehreren Aufenthalten bei verschiedenen Promotern, managte er ab 2011 seine Karriere selbst und erfüllte sich ein Jahr später einen Lebenstraum, als er in dessen letztem Kampf auf WBC-Weltmeister Vitali Klitschko traf. Beim Duell in der Moskauer Olimpiyskiy-Halle konnte den mutig aufboxenden Charr am Ende lediglich eine Cutverletzung stoppen. Eine Entscheidung, die noch heute für Diskussionen sorgt.
 Was für viele der Höhepunkt gewesen wäre, war für ihn erst der Start in eine verheißungsvolle Karriere. In den folgenden Jahren stieg der 1,92 m große Hüne gegen diverse bekannte Gesichter der Boxwelt in den Ring – oftmals auch als Auswärtsboxer. Vor allem in Russland erarbeitete er sich den Ruf des stets einsatzwilligen Kämpfers, der keiner Herausforderung aus dem Weg geht. Mit Alexander Povetkin, Alex Leapai, Johann Duhaupas, Michael Grant, Kevin Johnson oder Mairis Briedis standen ihm dabei diverse amtierende oder ehemalige Weltmeister bzw. WM-Herausforderer im Seilgeviert gegenüber. 2017, über ein Jahrzehnt nach Karrierebeginn, bekam er schließlich eine erneute Chance auf WM-Gold. In der König Pilsener Arena von Oberhausen schickte er den Russen Alexander Ustinov erst auf die Bretter und gewann dann nach Punkten, sodass er sich am Ende tatsächlich den Weltmeisterschafts-Gürtel der WBA umschnallen durfte. Mit Erol Ceylan an seiner Seite will Charr seine Geschichte nun weitererzählen. 
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