Beiträge mit dem Schlagwort: Braehmer

Potsdam-Premiere mit einem Weltmeister, Ringlegenden und Youngsters

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Premiere! Erstmals veranstaltet Team Sauerland eine Kampfnacht in Potsdam. Höhepunkt wird am 9. April Jack Culcays Griff nach der WM-Krone im Halb-Mittelgewicht sein. Ebenfalls im Rampenlicht an diesem Abend: Enrico Kölling im Kampf um die vakante WBA-Intercontinental Meisterschaft im Halbschwergewicht und Super-Mittelgewichtler Tyron Zeuge, der erstmals von Weltmeister Jürgen Brähmer betreut wird. Doch auch die weiteren Fights in der MBS Arena können sich sehen lassen!

 

Unter anderem will Schwergewichtler Burak Sahin (8-0, 6 K.o.´s) das heimische Publikum wieder mit seiner Schlaghärte begeistern, nachdem er sich zuletzt mit zwei Punktsiegen begnügen musste. Sahin: „Ein K.o.-Sieg ist einfach das Größte. Natürlich geht es für mich in erster Linie darum, einfach nur zu siegen, doch die Fans kommen natürlich wegen des Spektakels zum Boxen.“ Sein Gegner Peter Erdos (10-10-4, 3 K.o.´s) weiß zumindest, wie man die Zuschauer gut unterhält. Im Dezember zeigte der Mann aus Ungarn welch ein Kämpferherz in ihm steckt und lieferte Dereck Chisora erbitterten Widerstand.

 

Im Cruisergewicht bestreitet Alexander Peil (2-0) seinen dritten Kampf als Profi. Die rheinische Frohnatur aus Hennef bekommt es mit Patrick Linkert (4-9-1, 1 K.o.) zu tun. Peil: „In den letzten drei Monaten habe ich viele Sparrings absolviert, konnte dabei viel Neues ausprobieren. Jetzt will ich aber unbedingt zeigen, wie ich mich entwickelt habe. Mal schauen, ob es mit einem vorzeitigen Sieg in Potsdam klappt.“

 

Im Super-Leichtgewicht wird Amin Winter seinen zweiten Profikampf absolvieren. Der ehemalige erfolgreiche Amateurboxer aus Hannover will bei den Profis voll durchstarten. Winter: „Eine tolle Chance für mich. Ich werde meinen Fans einen tollen Kampf liefern.“

 

Neben Culcay und Kölling gibt es am 9. April in der MBS Arena auch noch einen dritten Titelkampf zu bestaunen. Um die vakante WBC-International Meisterschaft der Frauen kämpfen dann Ikram Kerwat (5-0, 4 K.o.´s) und Gina Chamie (13-5, 6 K.o.´s). Dabei steht vor allem Leichtgewichtlerin Kerwat aus Berlin im Fokus. „Erst vor über einem Jahr habe ich mein Debüt gefeiert und jetzt darf ich schon um meinen ersten Titel boxen“, freut sich die 32-Jährige. Mit der populären Unterstützung in ihrer Ecke hat sie beste Karten auf den Sieg, denn kein geringerer als Ex-Weltmeister Sven Ottke ist Kerwats Trainer.

 

Weltmeister, Ringlegenden und hoffnungsvolle Talente – die Sauerland-Premiere in Potsdam hat es in sich!

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht in der MBS Arena Potsdam sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

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Saturday 9 April 2016

MBS Arena, Potsdam, Brandenburg, Germany

 commission: Austrian Boxing Federation
promoter: Wilfried Sauerland (Sauerland Event)
television: Germany SAT.1
Light Heavyweight Enrico Koelling 20 1 0 S Oleksandr Cherviak 15 5 1

vacant WBA Inter-Continental light heavyweight title
Super Welterweight Jack Culcay 21 1 0 S TBA

WBA World super welterweight title
Lightweight Ikram Kerwat 5 0 0 S Gina Chamie 13 5 0

vacant WBC International female lightweight title
Super Middleweight Tyron Zeuge 17 0 0 S Ruben Eduardo Acosta 31 13 5

Heavyweight Burak Sahin 8 0 0 S TBA
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Bei Comeback in Potsdam: Harter Brocken für das Duo Zeuge/Brähmer!

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Bei Comeback in Potsdam: Harter Brocken für das Duo Zeuge/Brähmer!

Erste Bewährungsprobe für das Gespann Zeuge/Brähmer! Lange Zeit hat er nicht im Ring gestanden – jetzt will Tyron Zeuge (17-0, 10 K.o.´s) am 9. April in Potsdam endlich wieder zeigen, was er kann! An seiner Seite ist dann zwar ein „alter Hase“ im Boxgeschäft, jedoch ein neues Gesicht in der Ringecke: Halbschwergewichts-Champion Jürgen Brähmer! Gemeinsam verfolgen sie nur ein Ziel: auch aus Megatalent Zeuge einen Weltmeister machen. Das wäre übrigens ein Novum in der Boxgeschichte, denn noch nie hat ein aktiver Titelträger einen anderen Boxer zum WM-Titel geführt. Doch bei der Premiere des neuformierten Teams geht es noch nicht um einen Gürtel. Gegen Ruben Eduardo Acosta (31-13-5, 11 K.o.´s) soll Zeuge beweisen, wie das Zusammenspiel mit Mentor und Freund Brähmer in der Ecke funktioniert.

„Das letzte Jahr fing super an. Doch dann hat sich ein Problem ans nächste gereiht“, schaut Zeuge auf 2015 zurück und gibt offen zu: „Irgendwie hat nichts mehr so richtig zusammengepasst. Ich wusste aber auch nicht, wie ich wieder alles allein auf die Reihe bekomme.“ In dieser schweren Zeit wandte sich der 23-jährige Berliner schließlich an Brähmer. Zeuge: „Ich rief Jürgen an und er sagte, ich solle zu ihm nach Schwerin kommen und mit ihm trainieren.“

Gesagt, getan! Über die vergangenen Monate und in Vorbereitung auf seine erfolgreiche Titelverteidigung Anfang März, fand Brähmer Gefallen daran, seinen jungen Kollegen Tipps und Anweisungen in Sachen Trainingsgestaltung, Strategie und Taktik zu geben. „Tyron ist ein extrem lernfähiger Typ – man zeigt oder sagt ihm etwas und er setzt es innerhalb kürzester Zeit um“, bestätigt der 37-Jährige, „daher macht mir die Arbeit mit ihm unheimlichen Spaß.“

Jetzt muss Zeuge und Brähmer nur noch der Erfolg Recht geben. Acosta sieht Trainer Brähmer zunächst als guten Gradmesser: „Der Argentinier ist ein erfahrener Bursche, hat sogar schon um die Weltmeisterschaft geboxt. Wenn Tyron ihn überzeugend schlägt, habe ich keinen Zweifel, dass er demnächst um die WM boxen – und sie auch gewinnen kann.“ Der junge Berliner ist dabei auf einer Wellenlänge mit seinem neuen Coach. Zeuge: „Jürgen kann als Weltmeister gut einschätzen, wann ich soweit bin. Ich vertraue ihm blind bei meiner Karriereplanung.“ Vielleicht zahlt sich das schon nach dem Kampf am 9. April aus …

Eintrittskarten für die Box-Nacht in der MBS Arena Potsdam sind im Internet bei http://www.tickethall.de und http://www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

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Jürgen Brähmer vs Eduard Gutknecht

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Vor deutschem WM-Knaller: Verbale Attacken – Gürtel verschwunden!

JB vs EG

Brähmer vs. Gutknecht – der WM-Kampf steht, doch nach dem Gürtel wird noch gesucht. Schon auf der Pressekonferenz vor dem deutschen Duell um den WBA-Titel im Halbschwergewicht (Samstag ab 22.30 Uhr live in SAT.1) flogen die Fetzen! Natürlich nur verbaler Art.

Herausforderer Eduard Gutknecht versprach, vor allem mit seiner Schlagkraft in Neubrandenburg überzeugen zu wollen. „Daran habe ich in den letzten Wochen besonders gearbeitet“, so der 33-jährige Gifhorner, dessen Heimatstadt ein Public Viewing am 12. März veranstaltet, bei dem über 1.000 Fans erwartet werden. Dass er einen unsauberen Stil pflegt, wie ihm zuletzt der Titelverteidiger vorwarf, wollte Gutknecht nicht so stehen lassen. „Früher beschrieb man mich als tollen Techniker unter Ulli Wegner und plötzlich soll ich ein dreckiger Boxer sein? Ich verspreche eines: Ich werde alles tun, was nötig ist, um zu siegen. Mein Respekt vor Brähmers Errungenschaften ist groß, doch am Samstag schlägt meine Stunde!“

Provokationen, auf die der Weltmeister in seiner typisch nordischen Art reagierte. „So etwas höre ich jeden Tag und erinnert mich an meine Frau. Das geht zum einen Ohr rein und zum anderen gleich wieder raus“, sagte ein bestens aufgelegter Brähmer vor der versammelten Presse im TITANIC Hotel Berlin. Am Kampfabend freut sich der 37-jährige Schweriner auf zwei Dinge besonders: „Da wäre zum einen diese grandiose Stimmung im Jahnsportforum, der man sich nicht wirklich entziehen kann. Zum anderen handelt es sich um meinen 50. Kampf als Boxprofi und alte Weggefährten, wie Dariusz Michalczewski werden mich live vor Ort unterstützen – das ist nochmals ein Extra-Kick Motivation!“

Auch Kalle Sauerland unterstrich die besondere Atmosphäre in Neubrandenburg. „Da wird vom ersten Gong bis zum Hauptkampf des Abends mitgefiebert. Ich kenne wenige Hallen, die bereits beim ersten Fight so voll sind.“ Auf das Rematch zwischen Brähmer und Gutknecht ist der Promoter schon sehr gespannt: „Ein deutsches Duell mit einer brisanten Vorgeschichte. Beide brennen auf diesen Kampf. Ich würde mir selbst eine Karte für so einen Kampf kaufen!“ Muss er als Promoter nicht – und zudem ist das Jahnsportforum restlos ausverkauft.

Gutknechts Manager, Winfried Spiering, glaubt an ein „Hammer-Duell“. Spiering: „Das wollen die Fans sehen.“ Zum Schluss holte er noch einen „bösen“ Vergleich heraus. Er verglich Brähmer mit dem „Herr der Ringe“-Bösewicht „Gollum“ und seinen Boxer mit dem guten „Frodo“, der am Ende siegreich ist. Womit wir wieder beim verschwundenen Gürtel wären. Spiering: „Frodo wird Gollum den Gürtel, seinen Schatz (der im Oscar-prämierten Film ein Ring ist, Anm. d. R.) abnehmen.“

Übrigens: Brähmers WM-Gürtel ist bislang nicht wieder aufgetaucht …

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei http://www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

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Ismail Özen boxt in Neubrandenburg 12.03.2016

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Acht Kämpfe in sechs verschiedenen Gewichtsklassen im Jahnsportforum!

An diesem Samstag verteidigt Jürgen Brähmer die WBA-Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht gegen Eduard Gutknecht (live ab 22.30 Uhr in SAT.1). Doch nicht nur der Hauptkampf des Abends lockt am 12. März über 4.500 enthusiastische Boxfans ins Jahnsportforum. Zuvor stehen gleich sieben weitere Kämpfe in Neubrandenburg auf dem Programm.

 

An aller erster Stelle wäre dabei Stefan Härtel zu erwähnen. Der 28-Jährige Super-Mittelgewichtler, wie Brähmer trainiert von Karsten Röwer, steht nach eigener Aussage vor seiner wohl bisher größten Herausforderung als Profi. Härtel trifft nämlich auf Tobias Webb, den Neffen von Ex-Weltmeister Enzo Maccarinelli!

 

Im Cruisergewicht will „Wikinger“ Artur Mann seine makellose Bilanz ausbauen und gegen Björn Blaschke im sechsten Kampf seinen sechsten vorzeitigen Erfolg feiern. Ein K.o. ist auch bei Leon Bauer nahezu der Standard. Deutschlands jüngster Profiboxer will dieses Mal Dino Sabanovic in den Ringstaub schicken. Gleiches gilt für Weltergewichtler Freddy Kiwitt, der gegen Michael Mora erneut auf den Knockout aus ist.

 

Eine schwere Aufgabe hat auf jeden Fall Sebastian Formella zu bewältigen – ihm steht im Halb-Mittelgewicht Frane Radic gegenüber. Ismail Özen versucht gegen Aleksandar Kovac seinen nächsten Sieg einzufahren. Abgerundet wird der Kampfabend von Patrick Wojcicki, dessen Gegner aufgrund mehrerer Absagen erst kurzfristig bekanntgegeben wird.

 

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

Saturday 12 March 2016

commission: Austrian Boxing Federation
promoter: Wilfried Sauerland (Sauerland Event)
television: Germany SAT.1
Light Heavyweight Juergen Braehmer 47 2 0 S Eduard Gutknecht 29 3 1

WBA World light heavyweight title
Cruiserweight Artur Mann 5 0 0 S Bjoern Blaschke 10 7 1

Super Middleweight Stefan Haertel 8 0 0 S Tobias Webb 16 4 1

Super Middleweight Ismail Oezen 15 2 0 S Aleksandar Kuvac 7 19 0

Super Welterweight Freddy Kiwitt 8 0 0 S Michael Mora 11 6 0

Super Welterweight Sebastian Formella 10 0 0 S Frane Radnic 11 1 0

Super Middleweight Leon Bauer 6 0 0 S Dino Sabanovic 0 1 0

Middleweight Patrick Wojcicki 2 0 0 S TBA
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Brähmer vor WM: Harte Vorbereitung im stillgelegten Wasserwerk!

Juergen Braehmer - Portrait Session

SCHWERIN, GERMANY – MARCH 02: (EXCLUSIVE COVERAGE) WBA light heavyweight world champion Juergen Braehmer trains during a portrait session on March 2, 2016 in Schwerin, Germany. (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Wenn Jürgen Brähmer am Samstag (ab 22.30 Uhr live in SAT.1) in seinem 50. Profikampf zur WM-Titelverteidigung gegen Eduard Gutknecht in den Ring steigen wird, dann liegen viele Wochen harter Vorbereitung hinter ihm. Der Champion im Halbschwergewicht überlässt nichts dem Zufall. Bei einer ganz besonderen Trainingseinheit durfte ein Kamera-Team von SAT.1 sowie die Fotoagentur „Getty Images“ ein wenig spionieren.

Im ehemaligen Wasserwerk der Stadt Schwerin, das nach der Wende stillgelegt wurde, konnte der Weltmeister ungestört mit einer Sondergenehmigung der Stadtwerke Schwerin einige Übungen absolvieren. Brähmers Trainer Karsten Röwer bestätigt: „Abwechslung und Ruhe sind sehr wichtig in der Kampf-Vorbereitung.“

Am Schweriner See konnte Brähmer ungestört seine Runden drehen – im alten Wasserwerk, zwischen stillgelegten Maschinen, wurden Sandsäcke für das Training montiert – lediglich die harten Schläge Brähmers und die Anweisungen Röwers hallten dabei durch die Räumlichkeiten. Röwer: „Wir hatten eine harte und optimale Vorbereitung. Jürgen ist in bestechender Form.“

Ob die Mühen und Anstrengungen von Erfolg waren, wird am Samstag im ausverkauften Jahnsportforum in Neubrandenburg geklärt. Fotos dieser „besonderen“ Trainingseinheit erhalten Sie exklusiv unter http://www.gettyimages.com.

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Jürgen Brähmer feiert Jubiläum

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      50. Profikampf: Jürgen Brähmer feiert Jubiläum – mit WM, „Tiger“ und Co.!

Jürgen Brähmer feiert Jubiläum! Wenn der WBA-Weltmeister am 12. März in Neubrandenburg (live ab 22.30 Uhr in SAT.1) zur Titelverteidigung gegen Eduard Gutknecht den Ring betreten wird, dann macht er dies zum fünfzigsten Mal in seiner Profikarriere. Ein besonderer Moment für seine Fans und Wegbegleiter und natürlich auch für Brähmer selbst.

 

Bevor es soweit ist, ein kleiner Rückblick: Mit 21 Jahren wechselt der Schweriner 1999 ins Profilager und entwickelt sich zu einem Konterboxer der Extraklasse – bis heute ist vor allem sein linker Leberhaken gefürchtet! Die erste WM-Chance erhielt Brähmer 2008. Gegen Hugo Hernan Garay machte ihm jedoch eine Grippe einen Strich durch die Rechnung. Brähmer schwor sich damals nie mehr krank zu boxen und verlor seitdem keinen einzigen Kampf mehr!

 

In der Folge entwickelte er sich zum Champion – neben der Europameisterschaft holte sich Brähmer ein Jahr später die WBO-WM im Halbschwergewicht. Nach einer längeren Pause lief es beim Comeback 2013 ähnlich erfolgreich weiter. Zunächst krönte sich Brähmer gegen seinen kommenden Gegner Eduard Gutknecht erneut zum Europameister, bevor er Ende des Jahres durch einen Sieg über Marcus Oliveira erneut Weltmeister wurde. Am Samstag verteidigt Brähmer diesen Titel zum nunmehr sechsten Mal.

 

Viele von seinen ehemaligen Teamgefährten haben sich angesagt, um Jürgen vor Ort in Neubrandenburg die Daumen zu drücken. Dariusz „Tiger“ Michalczewski, Juan Carlos Gomez, Andreas Kotelnik, Vitali Tajbert, Stipe Drews, Artur Grigorian, Sebastian Zbik, Susi Kentikian… und, und, und.

 

Brähmer: „Diese Wertschätzung meiner ehemaligen Kollegen ehrt mich sehr. Zu einigen von ihnen habe ich seit Jahren leider keinen Kontakt mehr gehabt. Daher freue ich mich sehr über ein Wiedersehen am Samstag!“ Das „Klassentreffen“ will ihm allerdings Eduard Gutknecht, ebenfalls einer seiner Ex-Teamkollegen, vermiesen und Brähmer den WM-Titel abnehmen. Der Herausforderer sollte allerdings gewarnt sein: Immer wenn der Rechtsausleger aus Schwerin in den zurückliegenden 49 Profikämpfen zu einem Rematch angetreten ist, lag sein Gegner danach im Ringstaub!

 

Ein gutes Zeichen für Brähmer, der sich aber weder eine Prognose zum anstehenden Kampf, noch zu seiner weiteren Karriere entlocken lässt. „Mal schauen, wie lange ich auf diesem Niveau noch bestehen kann und wie lange ich noch Spaß habe, zu boxen“, so der Weltmeister vielsagend. Auf jeden Fall will Brähmer in Neubrandenburg eine weitere Sternstunde seiner Karriere hinzufügen.

Böses Blut? Brisantes WM-Duell zwischen Brähmer und Gutknecht!

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass sich die Beiden im Ring gegenüberstehen. Vor über drei Jahren waren die Vorzeichen umgekehrt – Gutknecht war Europameister und Brähmer wollte sich seinen Titel schnappen. In einem engen und mit unter hitzigem Gefecht setzte sich der Rechtsausleger aus Schwerin knapp nach Punkten durch. Es war Brähmers Startschuss in Richtung Weltmeisterschaft, die er noch im gleichen Jahr holte. „Das zweite Duell wird ein Knaller“, sagt Kalle Sauerland. Und fügt hinzu: „Ein deutsches Duell, das viele Geschichten erzählt und an Brisanz kaum zu überbieten sein wird.“ Wie recht er damit hat, zeigen schon die folgenden Aussagen der beiden Kontrahenten, der Trainer sowie Gutknechts Ex-Coach Ulli Wegner, die sich noch allesamt sehr gut an Kampf Nummer eins erinnern können. Fazit: Die Vergangenheit ruht nicht!

 

Jürgen Brähmer: Nach so langer Pause und dann auch noch gleich ein Titelkampf – das Duell gegen Gutknecht war schon mit einem gewissen Risiko behaftet. Ich denke, dass ich mich dabei gut aus der Affäre gezogen haben und das Ding mit drei bis vier Runden im Sack hatte. Und wenn jemand denkt, dass er nur mit schmutzigen Aktionen gegen mich erfolgreich sein kann, dann bekämpfe ich eben Feuer mit Feuer. Wer meinen Kampfstil kennt, der weiß, dass ich eine technisch feine Klinge bevorzuge und ein fairer Sportsmann bin.

 

Eduard Gutknecht: Den ersten Kampf habe ich auf die leichte Schulter genommen. Nicht zuletzt deshalb, weil mein damaliges Umfeld der Meinung war, Jürgen sei „übern Berg“. Ich hatte offensiv nicht genügend Druck aufgebaut und ging ab Mitte des Kampfes zu verbissen ans Werk. Das spielte Brähmer natürlich in die Karten. Die Punktwertungen des Urteils kann ich bis heute trotzdem nicht nachvollziehen. Aber jetzt gibt es ja die Revanche, wo ich alles gerade rücken kann.

 

Karsten Röwer (Trainer Brähmer): Das war natürlich von beiden ein „dreckiger“ Kampf. Ich muss aber sagen, dass die meisten unsauberen Aktionen von Gutknecht ausgingen. Im Endeffekt hat sich damals Jürgens Routine durchgesetzt. Es war ein recht ausgeglichener Kampf, aber selbst in den knappen Runden hatte er die klareren und besseren Treffer im Ziel. Dass es so ein enges Gefecht wurde, lag zum einen an Gutknecht, der schließlich zu diesem Zeitpunkt Europameister war und natürlich an Jürgen, der „Ringrost“ angesetzt hatte. Alles in allem war es aber ein verdienter Sieg für uns.

 

Hartmut Schröder (Trainer Gutknecht): Wir haben mehrere Videoanalysen des ersten Kampfes gemacht. Hauptsächlich ist mir aufgefallen, dass Brähmer viel mit dem Kopf nach vorne gegangen ist und sich mehrmals auf dem Boden wiederfand. Wenn er gar nicht mehr weiter wusste, hat er geklammert. Wir sind darauf vorbereitet, werden Neubrandenburg zu unserem Wohnzimmer machen und gewinnen.

 

Ulli Wegner: Eddy sollte Brähmer damals als Sprungbrett in Richtung Weltmeisterschaft dienen. Doch dem wollten wir einen Strich durch die Rechnung machen und in den ersten Runden hatte mein Junge unseren Kampfplan auch sehr gut umgesetzt. Dann habe ich Eddy jedoch zu sehr auf den K.o. gedrängt, da ich mich nicht auf die Punktrichter verlassen wollte. Diese Hektik sowie die schlechte Leitung des Kampfes durch den Ringrichter hat ihn dann durcheinandergebracht und Eddy verlor den Faden. Mehr als ein Unentschieden war es meiner Meinung nach trotzdem nicht für Brähmer, der zum damaligen Zeitpunkt in keiner guten Verfassung war.

 

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

 

 

 

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Fairer Weltmeister: WM-Titel statt „Gold“ – Jürgen Brähmer fährt nicht nach Rio!

SONY DSC  Jürgen Brähmer mit Maria Lindberg

Vorbildlich und fair! Klare Worte von Weltmeister Jürgen Brähmer zum Thema „Profiboxer bei olympischen Spielen“! Bei einem Pressegespräch machte der Schweriner vor seiner Titelverteidigung am 12. März gegen Eduard Gutknecht (live ab 22:30 Uhr in SAT.1) in Neubrandenburg klar, dass eine Teilnahme an den olympischen Spielen für ihn keine Option sei. Zudem sieht er in der Entscheidung der AIBA eine mögliche Degradierung der Amateurboxer.

 

„In Schwerin habe ich, während meiner eigenen Wettkampfvorbereitungen, fast täglich mit den Amateuren zu tun. Das sind junge Kerle, für die momentan Olympia das große Ziel ist – darauf bereiten sie sich seit vier Jahren vor“, so Brähmer vor Medienvertretern in seiner Heimatstadt. „Wieso soll ich diesen Jungs die Chance nehmen, sich ihren Traum zu erfüllen? Dazu muss ich sagen, dass ich eine offizielle Anfrage des deutschen Box-Verbandes hatte, in Rio zu starten“, verriet der 37-jährige Rechtsausleger. Übrigens erhielt Jürgen Brähmer als einziger (!) deutscher Profiboxer eine Anfrage seitens des DBV! Der deutsche Verband der Amateurboxer ist die einzige Vereinigung, die deutsche Boxer überhaupt bei olympischen Spielen melden darf. Und auch wenn eine Olympiateilnahme finanziell durchaus attraktiv und mit viel Renommee verbunden ist, zeigt der Schweriner klare Kante. Eine Haltung, der auch Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness großen Respekt zollt: „Ich habe vor dieser klaren Positionierung von Jürgen großen Respekt und denke, dass er vielen jungen Sportlern einmal mehr ein Vorbild ist.“

 

Mit Blick auf sein erneutes Duell mit Rivale Eduard Gutknecht ließ der Champion wissen, dass ein WM-Kampf vor ausverkauftem Haus in Neubrandenburg und weitere hochkarätige Titelkämpfe für ihn momentan einen größeren Reiz haben. Jürgen Brähmer: „Ich bin hungrig nach Erfolgen, habe noch große Ziele.“ Und seinen Gegner Eduard Gutknecht, der in einem Interview behauptet hatte, dass „Brähmer satt sei“, konterte der Halbschwergewichts-Weltmeister typisch norddeutsch mit den Worten: „Satt werde ich höchstens beim Essen.“

 

Übrigens: Für Brähmers Coach Karsten Röwer gibt es Zuwachs in der Trainingsgruppe! Ab sofort wird Vincent Feigenbutz beim ihm trainieren. Das erst 20-jährige Talent aus Karlsruhe hat kürzlich seine Lehre als Feinmechaniker erfolgreich abgeschlossen und kann sich jetzt unter Anleitung von Coach Karsten Röwer und seinen neuen Team-Gefährten wie Weltmeister Jürgen Brähmer, Enrico Kölling und Stefan Härtel vollkommen dem Boxsport widmen.

 

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

 

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Brähmer motiviert vor WM: „Ich habe mich weiterentwickelt!“

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Mehr Motivation geht nicht! Wenn Jürgen Brähmer am 12. März zum zweiten Mal in seiner Karriere auf Eduard Gutknecht trifft (live ab 22.30 Uhr in SAT.1), dann ist das kein Kampf wie jeder andere für den WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht. Grund: In Neubrandenburg wurde Brähmer Ende 2013 erneut Weltmeister und hier will er seinen 10. WM-Sieg als Profiboxer feiern. Was ihm das alles bedeutet und wie er auf die Provokationen von Gutknecht hinsichtlich des ersten Duells von vor drei Jahren reagiert, darüber spricht der Titelverteidiger im folgenden Interview.

 

Am 12. März wollen Sie Ihren WM-Titel gegen Eduard Gutknecht verteidigen. Wird das eine schwierigere Aufgabe als zuletzt gegen Konni Konrad?

 

Jürgen Brähmer: So etwas lässt sich schwer pauschal voraussagen. Ich weiß allerdings, dass mir Gutknecht schon einmal einen sehr harten Kampf geliefert hat. Seitdem ist allerdings viel passiert. Ich habe mich weiterentwickelt und er gibt vor, das Gleiche getan zu haben. Außerdem weiß Gutknecht wie es ist, um die Weltmeisterschaft zu boxen – das spricht für seine Klasse und diese erwarte ich auch am 12. März. Ich werde jedenfalls auf einen Eduard Gutknecht in Bestform eingestellt sein.

 

Eigentlich war ja für das Kampfdatum eine Titelverteidigung gegen den Südafrikaner Thomas Oosthuizen angedacht, doch Anfang Februar folgte dessen Absage, gegen Sie zu boxen. War das für Sie sehr frustrierend und inwiefern hat das Ihre Vorbereitung beeinflusst – schließlich boxt Gutknecht einen komplett anderen Stil als Oosthuizen?

 

Jürgen Brähmer: Natürlich ist es schwierig, sich von einem Rechtsausleger auf einen Normalausleger umzustellen. Das ist aber nicht das Hauptproblem. Viel schwerer wiegt, dass Gutknecht einen komplett anderen Stil boxt. Aber als gestandener Profi muss man mit solchen Unwägbarkeiten einfach umgehen können. Schließlich bin ich Weltmeister und als solcher muss man jeden Gegner schlagen können.

 

Mit Gutknecht verbindet Sie eine Vorgeschichte: Vor etwas mehr als drei Jahren haben Sie ihn als Europameister entthront, konnten einen erfolgreichen Einstand für das Team Sauerland feiern. Wie bewerten Sie diesen Kampf rückblickend?

 

Jürgen Brähmer: Das war damals mein Comeback nach fast einem Jahr Pause. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt gar nicht, was noch in mir steckt und ob ich es schaffe, mich noch einmal an die Weltspitze durchzuboxen. Und dann gleich gegen Gutknecht zu boxen, war eine echte Herausforderung. Der Sieg war schließlich für mich eine Bestätigung meines Willens und der Türöffner zur Weltmeisterschaft.

 

Seitdem ist viel passiert. Jetzt sind Sie der Champion und er der Herausforderer. Verändert sich daher irgendetwas an Ihrer taktischen Herangehensweise für diesen Fight?

 

Jürgen Brähmer: In solchen Kategorien habe ich noch nie gedacht. Für mich geht es beim Gong zur ersten Runde immer bei null los. Das Ziel ist immer der Sieg. So war es auch beim ersten Kampf gegen Gutknecht und so wird es auch diesmal sein.

 

Im Februar 2013 stand noch Ulli Wegner in Gutknechts Ecke, jetzt wird Ihr kommender Gegner von Hartmut Schröder betreut. Erwarten Sie einen komplett anderen Eduard Gutknecht?

 

Jürgen Brähmer: Seine letzten Kämpfe habe ich mir nicht angeschaut. Um ehrlich zu sein bin ich jemand, der das Videostudium komplett dem Trainer überlässt. Der weiß dann genau, was er mit mir im Training für den jeweiligen Gegner einstudieren muss und darauf verlasse ich mich. Bei Gutknecht glaube ich allerdings nicht an großartige Veränderungen im Vergleich zu unserem ersten Duell.

 

Gutknecht sagt übrigens, dass er noch eine Rechnung mit Ihnen offen hat und dass er im ersten Duell gegen Sie vor allem vom Ringrichter benachteiligt worden ist. Was sagen Sie zu seinen Äußerungen?

 

Jürgen Brähmer: Er erzählt viel, wenn der Tag lang ist. Der gute Eddy sollte sich lieber einmal selbst hinterfragen, wieso er in Kampf Nummer eins ständig vom Ringrichter ermahnt worden ist. Bestimmt nicht wegen seiner übertriebenen Fairness. Ein wenig Selbstreflektion hat noch niemandem geschadet.

 

Neben dem erneuten Aufeinandertreffen mit Gutknecht gibt es für Sie auch ein Wiedersehen mit dem Publikum in Neubrandenburg. Dort sind Sie Ende 2013 erneut Weltmeister geworden, kehren jetzt erstmals an die Stätte einer Ihrer größten Erfolge zurück. Ist die Motivation hier eine großartige Leistung zu zeigen größer, als woanders?

 

Jürgen Brähmer: Wir aus Mecklenburg-Vorpommern sind extrem sportbegeistert und es reißt mich immer wieder mit, wenn ich in meiner Heimat im Ring stehe. Man will immer eine gute Leistung abliefern – dafür zahlen die Boxfans schließlich Eintritt – doch dort zu boxen ist immer etwas Besonderes. Ich kann jedenfalls versprechen, dass ich in der Vorbereitung hart gearbeitet habe, um allen einen guten Kampf zu bieten.

 

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

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Vorkampf bei den Teams Gutknecht vs Brähmer

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zu Karsten Röwer „Eddy hat keine echte Chance“

Da können wir doch nur müde lachen!?! Nach Aussagen von Trainer Röwer, Eddy hätte keine reelle Chance… wir wärmen keinen alten Kaffee auf (den erstenKampf). Aber wir arbeiten voll auf Sieg! Und Eddy wird siegen!

Hartmut Schröder zum ersten Kampf: Karsten Brille besorgen!

Auch sollte Karsten nicht soviel Playstation spielen, sonst kommt er noch mit den Levels durcheinander. Falls er am 12.03.2016 mit Jürgen in Neubrandenburg dabei ist, (zweimal hat ja sein Schützling Tyron Zeuge es nicht geschafft), also Disziplin üben. Es ist schon mal wichtig seine Boxer so im Griff zu haben, dass sie auch zum Kampf bereit sind!

Und zum Thema starker Rechtsausleger, wir haben den Stärksten in Europa zur Verfügung stehenden Rechtsausleger (Igor Mihalkin, der „sibirische Bär“) und bereiten uns mit ihm in Hamburg bei EC Box Promotion vor.

Wir wollen nur boxen, einfach boxen und wer sich dann wo wiederfindet, werden wir dann sehen. Wir werden da sein! Also locker bleiben, Jürgen ist der „Weltmeister“, wir werden boxen und dann sehen wir wer der Bessere ist!

Wir freuen uns auf Neubrandenburg und wir freuen uns auf den Kampf!

Wir werden siegreich sein! Wir lassen Träume wahr werden!

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Gutknecht vor WM: „Brähmers Zeit an der Weltspitze ist abgelaufen!“

 

 

Zum Siegen verdammt! So und nicht anders sieht Eduard Gutknecht seinen Kampf am 12. März im Jahnsportforum Neubrandenburg gegen Jürgen Brähmer (live ab 22:30 Uhr in SAT.1). Wieso der Schützling von Hartmut Schröder aber genau darin seine Chance sieht, sich endlich den WM-Titel zu holen und weshalb er Brähmers Trainer einer Lüge bezichtigt, erfährt man hier im Interview.

 

Eduard Gutknecht, Sie stehen unerwartet vor der großen Chance, endlich Weltmeister zu werden. Wie ist Ihre Gefühlslage?

 

Eduard Gutknecht: Mir könnte es nicht besser gehen! Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert. Viele wissen ja gar nicht, dass ich eh schon in der Vorbereitung auf einen großen Kampf war. Die kurzfristige Chance, jetzt gegen Brähmer um die Weltmeisterschaft zu boxen, ist perfektes Timing.

 

Vor fast sechs Jahren hatten Sie schon einmal die Möglichkeit, sich den Traum eines jeden Boxers zu erfüllen – was lief damals aus Ihrer Sicht schief?

 

Eduard Gutknecht: Ich hatte gegen Robert Stieglitz alle Vorteile auf meiner Seite – ich war der bessere Techniker und brachte einen größeren Erfahrungsschatz mit in den Ring. Doch irgendwie konnte ich den Schalter nicht umlegen und habe mehr lamentiert, als zu boxen.

 

Wir bleiben beim Thema Wiederholungen: Auch den Kampf gegen Jürgen Brähmer gab es schon einmal. Im Februar 2013 mussten Sie gegen ihn die Europameisterschaft abgeben. Was waren hier die Gründe für Ihre Niederlage?

 

Eduard Gutknecht: Da gab es so einige Faktoren, die bei mir für Unruhe sorgten. Wir waren beide damals beim gleichen Boxstall unter Vertrag. Ich wollte beweisen, dass ich die Nummer eins bin. Ein vorzeitiger Sieg erschien mir dafür als einziges probates Mittel. Leider verkrampfte ich dabei zu sehr und Jürgen war clever genug, das zu erkennen. Er ist eben ein guter Schauspieler.

 

Am 12. März sind Sie der Jäger und nicht der Gejagte. Ist das eine Position, in der Sie sich wohler fühlen?

 

Eduard Gutknecht: Ich glaube, dass mir die Rolle als Außenseiter deutlich besser liegt. Diesmal habe ich nichts zu verlieren und kann nur gewinnen.

 

Im ersten Duell mit Brähmer wurden Sie noch von Ulli Wegner betreut. Jetzt steht Hartmut Schröder in Ihrer Ecke. Heißt das auch, dass Ihr Kampfstil ein komplett anderer ist?

 

Eduard Gutknecht: Nein und das ist auch gar nicht möglich. Es ist auch eine Lüge, dass sich Jürgen Brähmer verbessert hat – wie soll das denn bitteschön mit 37 Jahren möglich sein? Natürlich ist er ein sehr guter Boxer, aber athletisch wie konditionell kann Jürgen unmöglich noch zulegen. Karsten Röwer soll sich einmal meine besten Leistungstestwerte von vor drei Jahren anschauen und diese mit Jürgens aktuellen Werten vergleichen, dann kennt er die Wahrheit. Im Kampf werde ich beweisen, dass Brähmers Zeit an der Weltspitze abgelaufen ist.

 

Ihre direkte Vorbereitungszeit auf diesen Kampf beträgt fünf Wochen – ist das überhaupt ausreichend für einen WM-Fight?

 

Eduard Gutknecht: Das ist absolut kein Problem, denn ich stehe immer im Training. Für Sparring und Strategie sind fünf Wochen mehr als ausreichend!

 

Ihr erstes Aufeinandertreffen wurde auf „neutralem Boden“ in Berlin ausgetragen. In Neubrandenburg genießt Brähmer nun Heimvorteil. Bereitet Ihnen das Sorgen?

 

Eduard Gutknecht: Überhaupt nicht. Je wohler sich Brähmer fühlt, desto motivierter werde ich in den Kampf gehen. Am liebsten wäre es mir gewesen, der Kampf würde in Schwerin stattfinden. Ihn daheim zu schlagen, wäre eine echte Genugtuung. Doch ich gebe mich auch mit Neubrandenburg zufrieden.

 

Wieso gibt es am 12. März einen neuen Weltmeister im Halbschwergewicht?

 

Eduard Gutknecht: Ich bin jetzt an einem Punkt in meiner Karriere angekommen, an dem es keine Ausreden mehr gibt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe alles, was es für ganz oben braucht. Am 12. März heißt es einfach nur das abzurufen, was ich kann – dann werde ich der neue Champion sein!

 

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

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