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Robert Stieglitz: Schlauer und dosierter zum WM-Titel?

DSC_3220Foto: Uwe Koch, Boxing-photo.com

Der „Final Showdown“ rückt unaufhaltsam näher. Bevor in den kommenden Tagen die Trainer ihre Meinungen kundtun werden, sind zunächst die beiden Protagonisten des 18. Juli an der Reihe. Den Anfang macht der Herausforderer. Robert Stieglitz gibt im folgenden Interview Aufschluss darüber, wie er das vierte Duell gegen Weltmeister Arthur Abraham angehen will und wieso sich der „Bodenbesuch“ beim bis dato letzten Aufeinandertreffen nicht wiederholen wird. Außerdem gibt er ein Versprechen ab, aber lesen Sie selbst …

Herr Stieglitz, für Sie steht das nunmehr vierte Aufeinandertreffen mit Arthur Abraham vor der Tür. Hat sich bei Ihnen irgendetwas zu den bisherigen drei Kämpfen verändert?

Robert Stieglitz: Nicht wirklich, wir haben zumindest in der Vorbereitung ein ähnliches Programm durchgezogen. Die letzten Wochen haben wir uns unter dem Motto „back to the roots“ im Sportinternat Halle/an der Saale einen anderen Ort für das Trainingslager gesucht. Es war etwas spartanischer, aber es hat für mich und meine Stallkollegen Pianeta, Wallisch und Schwarz, die sich ja auf ihre große „Schwergewichtsnacht“ am 11. Juli in Magdeburg vorbereiten, ein paar neue Impulse gesetzt. Ansonsten wurmen mich noch die Erinnerungen und das Urteil aus dem letzten Kampf mit Arthur. Die Motivation ist riesig, das Urteil wieder gerade zu rücken!

Arthur Abraham genießt das Rampenlicht, ist häufig in der Öffentlichkeit präsent. Von Ihnen hört man selten etwas außerhalb des Boxrings. Konzentrieren Sie sich eher auf das Sportliche?

Robert Stieglitz: Ich gehöre eher zu den zurückhaltenden Typen, bin kein lauter Vertreter. Ich bin viel in meinem Umfeld unterwegs, mag gerne Zuhause in Magdeburg sein und brauche das Rampenlicht nicht als „mein täglich Brot“. Mein Sport ist mein Leben und so lebe ich auch!

Bei der ersten Pressekonferenz sprachen Sie von taktischen Veränderungen, mit denen Sie ihren Gegner diesmal überraschen wollen. Geht so etwas überhaupt noch gegen jemanden, der einen in- und auswendig kennt?

Robert Stieglitz: Überraschen, naja, das ist in einem vierten Kampf wohl schwer. Aber anders boxen, schlauer und dosierter auftreten, das ist schon mal die klare Marschroute.

Als Sie Abraham das letzte Mal im Ring gegenüberstanden, gingen Sie kurz vor Ende der 12. Runde zu Boden. Können oder müssen Sie gar diese Erfahrung am 18. Juli verdrängen?

Robert Stieglitz: Das ist verdrängt und nicht mehr präsent, da es ja nur ein „Abknien“ war, kein direkter Niederschlag. Ich habe in der letzten Runde zu viel gemacht, wollte nach der Info meines Trainers den ungerechten Rückstand auf den Punktzetteln ausgleichen – „überpacen“ nennt man das wohl – und bekam die Quittung. Ein Fehler von mir und meinem Team. Das passiert uns so schnell nicht wieder!

Magdeburg ist deutlich näher an Halle/Westfalen als Berlin. Erwarten Sie eine große Unterstützung durch die Fans im GERRY WEBER STADION?

Robert Stieglitz: Klar hoffe ich auf eine große Unterstützung, auf viele Fans. Die kommen aber nicht nur aus Magdeburg, sondern inzwischen aus der ganzen Republik. Man muss ja nicht immer ein „Lauter“ sein, um eine große Fangemeinde zu haben!

Bei Ihren bisherigen Duellen mit Arthur Abraham verließ immer der Herausforderer den Ring mit dem WM-Titel. Sehen Sie das als gutes Omen für Kampf Nummer vier?

Robert Stieglitz: Wenn es denn so ein Omen gibt, dann spricht das wohl klar für mich!

Unabhängig vom Kampfausgang am 18. Juli: Wie lange wollen Sie noch als Boxer im Ring stehen. Gibt es noch Ziele, die Sie erreichen wollen, und planen Sie eventuell schon für Ihre Karriere danach?

Robert Stieglitz: Achtung, jetzt kommt der Standardspruch: Ich denke nur von Kampf zu Kampf! Aber klar, ich habe mir immer Gedanken gemacht, war nicht „blauäugig“ und habe die Zeit nach meiner Karriere vorbereitet. Eines ist sicher, ich werde dem Boxsport erhalten bleiben!

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 18. Juli in Halle/Westfalen sind ab 38,00 Euro unter der telefonischen Hotline des GERRY WEBER Ticket-Centers (05201) 81 80, im Internet unter http://www.gerryweber-world.de und http://www.tickethall.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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Für Titelchancen: Gevor und Kölling trotzen Hitzewelle!

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Schwitzen für den Erfolg! Unter diesem Motto trainieren dieser Tage unter anderem Noel Gevor (17-0, 10 K.o.´s) und Enrico Kölling (17-1, 6 K.o.´s). Sowohl der 24-jährige Hamburger als auch der ein Jahr ältere Berliner bereiten sich auf Ihre Kämpfe am 18. Juli in Halle/Westfalen vor. Im Vorprogramm zum 4. WM-Duell zwischen Arthur Abraham und Robert Stieglitz wollen sich beide für größere Aufgaben empfehlen.

„Das ist bei diesen Temperaturen eine ganz schöne Plackerei“, sagt Gevor. Der talentierte Cruisergewichtler trifft im GERRY WEBER STADION auf Hamza Wandera (18-8-3, 13 K.o.´s) aus Uganda. „Bei uns in der Boxhalle haben wir an diesem Wochenende über 40 Grad Celsius. Da ist die Gefahr zu dehydrieren sehr groß.“ Also hat der junge Gevor seinem Stiefvater Khoren den Vorschlag unterbreitet, das Vormittagstraining an den Strand zu verlegen. Gevor: „Da kann ich beim Schwimmen etwas für meine Kondition tun. Und anstatt nachmittags arbeiten wir einfach erst abends im Gym.“ Ob der „Hitze-Trainingsplan“ der Gevors aufgeht, wird sich in knapp zwei Wochen zeigen! Die Belohnung könnte dann schon in Kürze folgen. Gevor: „Bei einem Sieg boxe ich im September um einen Titel!“

In Berlin schuftet unterdessen Enrico Kölling. Der Halbschwergewichtler aus der Trainingsgruppe von Trainer Karsten Röwer bekommt es am 18. Juli mit Vasyl Kondor (18-14-1, 5 K.o.´s) aus der Ukraine zu tun. Kölling: „Nach dem Rückschlag zu Beginn des Jahres hoffe ich, dass es Stück für Stück wieder bergauf geht. Bei meinem Fight im April war ich noch nicht wieder der Alte, hatte mir durch meinen Kampfeswillen den Sieg verdient. In Halle/Westfalen will ich wieder mit boxerischen Mitteln überzeugen!“ Keine leichte Aufgabe, immerhin hat Kondor zuletzt dem kommenden WM-Herausforderer von Teamkollege Jürgen Brähmer das Leben schwer gemacht. „Gegen Konni Konrad hat Kondor bis zum Abbruch gezeigt, dass er technisch gut ausgebildet ist“, so Kölling, der aber nichts von Quervergleichen hält, „wichtig ist, dass ich siege und mir eine erneute Titelchance verdiene!“ Und was sagt er zur momentanen Hitzewelle: „Tagsüber kalt duschen und nur früh und abends trainieren, denn auch Leistungssportler sind keine Maschinen!“

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 18. Juli in Halle/Westfalen sind ab 38,00 Euro unter der telefonischen Hotline des GERRY WEBER Ticket-Centers (05201) 81 80, im Internet unter http://www.gerryweber-world.de und http://www.tickethall.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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Results from Malta 03.07.2015 „Reloaded“ Rumble in the Med 10th edition

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Photos: Chrissie´s Photography

Results from 03.07.2015 at Ex Triad Fair Grounds, Naxxar, Malta
Promoter: Prize Boxing Promotion, Demis & Doulton Tonna
Sanction body: Malta Boxing Association
Supervisor: Leif Magnusson
Inspection from EBU President Bob Ligist:
https://leifpm.co/2015/07/04/ebu-president-saw-maltese-high-quality-boxing-at-open-air-event-03-07-2015-in-naxxar/
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PRO bouts:
Referee: Marc James
Judges;: Amablie Camelleri, Fredric Camelleri & Garegin Chekandarian

10 rounds welter Steve Martin vs Ferenc Szakallas
RESULT: Winner: Steve Martin TKO R5,
Video: https://leifpm.co/2015/07/04/steve-martin-vs-ferenc-szakallas/
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8 rounds light heavyweight Tyrone Borg vs Peter Zsilak
RESULT: Winner: Tyrone Borg TKO R2
Video: https://leifpm.co/2015/07/04/tyrone-borg-vs-peter-zsilak/
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TV Malta report from the Boxing Event:
http://www.tvm.com.mt/mt/sports/borg-u-martin-jirbhu-taht-l-iskrutinju-tal-ebu-luke-dimech-jidebutta-brebha/

Semi Pro bouts:

Michael Carter vs Aleksander Djakovic
Result: MD Draw
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Duncan Calleja vs John Caney
Winner: Duncan Calleja UD
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Kerstin Brown vs Stephen Littlewood
Winner: Kerstin Brown UD
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Lydon „Beqqu“ Chircop vs Warren Page
Winner: Lydon Chircop SD (39-37, 40-36, 38-38)
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Daniel Micallef vs Daniel Dixon
Winner: Daniel Micallef SD
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Christian Schembri vs Ryan Dibley
Winner: Christian Schembri UD
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Nur Nafuri vs Pete Stoten
PBP International SemiPro title
Winner: Pete Stoten SD
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Garth Galea vs James Biddlecombe
Winner: Garth Galea UD
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Keith Azzopardi vs Charles Aristide
Winner: Keith Azzopardi SD (38-38, 39-37, 39-37)
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Gabriele Martelli vs Gergo Somogy
Winner: Gabriele Martelli SD
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Luke Dimech vs Redent Galea
Winner: Luke Dimech SD
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Rcihard Vella vs Duane Keen
Winner: Richard Vella KO R1 time 0:53
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Garth Galea vs James Biddlecombe

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Nur Nafori vs Pete Stoten

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Duncan Calleja vs John Caney

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Christian Schembri vs Ryan Dibley

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Gabriele Martelli vs Gergo Somogy

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Kerstin Brown vs Stephen Littlewood

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Shooting-Star Feigenbutz: Hausaufgaben gemacht, Titel her, angeln gehen!

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Der 18. Juli könnte für den deutschen Boxsport ein ganz besonderes Datum werden. Neben dem „Final Showdown“ zwischen Arthur Abraham und Robert Stieglitz schickt sich an diesem Tag Vincent Feigenbutz an, der jüngste (Interims-)Weltmeister zu werden, den Deutschland bis dato hervorgebracht hat. Mit seinen bisherigen schlag- und wortgewaltigen Auftritten hat sich der 19-jährige Karlsruher bereits einen Namen gemacht. Das große Selbstvertrauen des „K.o.-Prinzen“ zeigt sich auch wieder im folgenden Interview, in dem er über seinen kommenden Gegner Mauricio Reynoso, einen echten Kracher sowie das Leben abseits des Sports spricht.

Vincent, am 18. Juli greifst du nach der WBA-Interims-WM. Mit einem Sieg könntest du schon bald den aktuellen Champion dieses Weltverbandes herausfordern. Fühlst du dich dafür bereit?

Vincent Feigenbutz: Ich bin zwar erst 19 Jahre alt, aber ich fühle mich schon lange bereit, gegen die Weltspitze in meiner Gewichtsklasse anzutreten! Fedor Chudinov, der momentan den WM-Titel bei der WBA hält, hat zuletzt seine Qualitäten gegen Felix Sturm unter Beweis gestellt. Jetzt ist es an mir nachzuziehen, um dieses Kracher-Duell möglich zu machen!

Bevor es so weit ist, musst du in Halle/Westfalen den Peruaner Mauricio Reynoso schlagen. Wie schätzt du deinen Gegner ein, wo liegen seine Stärken und Schwächen?

Vincent Feigenbutz: Viel habe ich von ihm noch nicht gesehen. Aber nach dem, was ich über ihn gehört habe, soll er nicht nur ein harter Hund, sondern auch ein exzellenter Techniker sein. Dazu ist er mit einer ordentlichen Portion Schlagkraft gesegnet. Vom Alter her könnte Reynoso mein Vater sein – ich denke da hält sich körperliche Frische und Erfahrung die Waage. Wie dem auch sei, ich muss den „Inka-König“ vom Thron stoßen, um ihn selbst zu besteigen!

Deinen letzten Kampf hast du im März bestritten. Wie bewertest du diesen rückblickend?

Vincent Feigenbutz: Gegen Balazs Kelemen habe ich extrem viel dazugelernt. Er hat mir mit seiner Größe und den langen Spinnenarmen zunächst viele Probleme bereitet. Das war echt eine Aufgabe, die ich aber mit Hilfe meines Trainers Hansi Brenner schlussendlich erfolgreich lösen konnte. Jeder Kampf ist für mich wie eine Schulaufgabe – mit dem richtigen Ansatz ist alles lösbar!

Gibt es Dinge, an denen du mit deinem Coach Hans-Peter Brenner im Training besonders gearbeitet hast?

Vincent Feigenbutz: Da stand wieder einmal das Rundumpaket im Vordergrund. Mit meiner Defensivarbeit, was im Speziellen die Beinarbeit und meine Meidbewegungen betrifft, haben wir uns aber besonders beschäftigt. Am 18. Juli wird man sehen können, dass ich mich da weiterentwickelt habe – falls Reynoso nicht gleich zu Beginn mit dem Ringboden Bekanntschaft macht.

Vor über einem Jahr hat deine Karriere so richtig an Fahrt aufgenommen – im Juni 2014 hast du das erste Mal auf einer Veranstaltung des Team Sauerland geboxt. Jetzt stehst du kurz vor dem ganz großen Durchbruch. Kannst du das alles schon realisieren?

Vincent Feigenbutz: Meiner Meinung hat sich nicht viel geändert. Ok, ich werde des Öfteren mal auf der Straße angesprochen und zu öffentlichen Events in Karlsruhe eingeladen, doch das beeinflusst mich nicht weiter. Ansonsten läuft es weiter wie gehabt. Ich bin jeden Tag fleißig am Trainieren und kann mich trotz meiner Ausbildung bei den Stadtwerken voll auf den Sport konzentrieren – dafür an dieser Stelle einen großen Dank an die Stadt Karlsruhe. Und wenn ich Ablenkung und Ruhe brauche, gehe ich einfach eine Runde angeln. An dieser Stelle ist für mich alles beim Alten geblieben.

Abschließend die Frage, wie du mit deiner Lehre vorankommst. Dein Management meinte ja schon einmal, dass deine Karriere bei schlechter schulischer Leistung pausieren muss …

Vincent Feigenbutz: Von so einer Pause bin ich weit entfernt. Ich würde mich als guten Schüler beschreiben und das spiegeln auch meine Noten wieder. Momentan bereite ich mich neben meiner Karriere im Ring auf die Gesellenprüfung vor. Wenn diese Hürde genommen ist und ich meine Lehre erfolgreich absolviert habe, geht es für mich nur noch ums Boxen. Alle Super-Mittelgewichtler sollten also schon einmal vorgewarnt sein!

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 18. Juli in Halle/Westfalen sind ab 38,00 Euro unter der telefonischen Hotline des GERRY WEBER Ticket-Centers (05201) 81 80, im Internet unter http://www.gerryweber-world.de und http://www.tickethall.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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