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De Carolis-Coach Mattioli: Abraham hat uns zum Weltmeister gemacht – Zeuge fehlt Ausdauer und Härte!


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Bühne frei für Giovanni De Carolis‘ vierten Ringauftritt in Deutschland! Musste sich der sympathische Italiener zunächst zweimal geschlagen geben, so konnte der 31-jährige Römer Anfang dieses Jahres in Offenburg die WBA-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht erringen. Jetzt trifft De Carolis am 16. Juli in Berlin bei seiner ersten Titelverteidigung auf Youngster Tyron Zeuge. Was De Carolis-Coach Italo Mattioli zur Entwicklung seines Schützlings zu sagen hat und was er an Zeuge-Mentor Brähmer schätzt, sagt er hier im Interview.

 

Herr Mattioli, Sie haben Ihren Schützling Anfang des Jahres zum WM-Titel geführt. Zeit sich zurückzulehnen und den Erfolg zu genießen, oder?

 

Italo Mattioli: Wie bitte? Jetzt geht es erst richtig los! Weltmeister werden ist die eine Sache, den Gürtel erfolgreich zu verteidigen, eine andere. Das ist meiner Meinung nach auch ein viel größeres Unterfangen. Es gibt dabei verschiedene Herausforderungen: Kann man als Titelverteidiger die Motivation hochhalten? Wie kommt man mit dem Stil des nächsten Gegners zurecht? Können Faktoren, wie mediales Interesse und Sponsorentermine sauber in die Vorbereitung integriert werden? Meiner Meinung nach, ist es schwerer, Weltmeister zu bleiben, als es zu werden.

 

Ist Ihr Boxer dieser Aufgabe gewachsen?

 

Italo Mattioli: Ich trainiere Giovanni seit seiner Jugend, habe alle Höhen und Tiefen mit ihm durchgemacht. Er hat sich nie verändert und ist immer noch der freundliche und ruhige Junge von nebenan. Nach dem Sieg über Feigenbutz kamen viele Leute in Italien auf ihn zu, um sich in seinem Erfolg zu sonnen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Boxprofis, die ich kenne, hat Giovanni das aber schnell erkannt. Da ist er schon sehr clever.

 

Menschlich ist De Carolis also der Gleiche, aber wie sieht es denn mit der sportlichen Entwicklung aus?

 

Italo Mattioli: Da hat Giovanni einen riesigen Sprung gemacht, für den wir uns besonders bei Arthur Abraham bedanken können. Der Kampf vor drei Jahren war ein Schlüsselerlebnis – Giovanni sah, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Er wurde selbstbewusster und kniete sich noch mehr ins Training rein, war fokussierter. Das alles hat schließlich zum Gewinn der Weltmeisterschaft geführt.

 

Sie selbst ähneln in Ihrer Art während eines Kampfes dem scheidenden Fußball-Nationaltrainer Antonio Conte, sind immer mit großer Leidenschaft dabei – ist das Ihr Schlüssel zum Erfolg?

 

Italo Mattioli: Wir sind wie Ying und Yang. Ulli Wegner ist da ja auch ein gutes Beispiel, der wie ich, immer mit vollem Einsatz und Stimme bei der Sache ist. Wenn man so lange mit jemand zusammenarbeitet und eine starke emotionale Bindung aufgebaut hat, sind solche Gefühlsausbrüche ganz normal. Der Sportler muss dieses Vertrauen zu seiner Ecke haben. Nur dann geht er für sie durchs Feuer.

 

Nach Vincent Feigenbutz bekommt es Ihr Schützling mit dem nächsten jungen Deutschen zu tun. Wie schätzen Sie WM-Herausforderer Tyron Zeuge ein?

 

Italo Mattioli: Zeuge ist ein komplett anderer Boxer. Feigenbutz kommt fast ausschließlich über die Physis, will alles mit maximalem Kraftaufwand machen. Zeuge ist technisch beschlagener und boxt daher einen deutlich flüssigeren Stil. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob er über die nötige Härte und Ausdauer verfügt. Aber das wird dann ja der 16. Juli zeigen.

 

In Sachen Weltmeister steht es ja zwischen Team De Carolis und Team Zeuge unentschieden, denn Halbschwergewichts-Champion Jürgen Brähmer steht in der gegnerischen Ecke. Was halten Sie von ihm?

 

Italo Mattioli: Brähmer ist ein Weltklasseboxer, aber als Coach steckt er noch in den Kinderschuhen. Das hat er aber erkannt und mit Conny Mittermeier die perfekte Ergänzung an seine Seite geholt. Eine Sache, die Zeuge voranbringen kann, schätze ich aber besonders bei Brähmer: Nur durch harte Arbeit kann man Erfolg haben.

 

Mit den Fights gegen Feigenbutz hat sich De Carolis in die Herzen der deutschen Fans geboxt. Glauben Sie daher auch am 16. Juli an eine große Unterstützung?

 

Italo Mattioli: Das ist schwer zu sagen. Im Endeffekt muss Giovanni versuchen, durch seine Leistung die Fans auf seine Seite zu ziehen. Das ist uns ja schon in Karlsruhe und Offenburg sehr gut gelungen. Ich denke, der Boxsport spricht überall die gleiche Sprache. Wenn du einen guten Kampf zeigst, dann werden es die Zuschauer auch gebührend honorieren.

 

Tickets (bereits ab 20 Euro) für die Kampf-Nacht am 16. Juli in der Berliner Max-Schmeling-Halle sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

 

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