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William Scull – der kubanische Wikinger

Scull Sieger

Foto: Erik Spiering

70 Jahre Boxsektion Fortschritt Neustadt Glewe – Einstimmiger Punktsieg für Gerrit Elfert und Wiking Box-Team

 Bei der Geburtstagsparty der Boxsektion von Fortschritt Neustadt-Glewe zeigten die Athleten ihr ganzes Repertoire: Vom ästhetischen Faustkampf bis hin zu krachenden Knockouts! Die Amateure legten die Messlatte für die Profis auf Rekordhöhe.
Der Kubaner William Scull, alias „El Indomable“ – der Unbezwingbare sprang mit Leichtigkeit darüber. Er könnte der neue Stern am Firmament der Wikinger werden.

Ausverkauft! Über 700 Zuschauer feierten mit Kämpfern aus Polen, Berlin und dem Wiking Profistall den 70-jährigen Geburtstag der Boxsektion von Fortschritt Neustadt-Glewe.

Bei den Amateuren standen acht Wertungskämpfe auf der Agenda. Hierfür lud Neustadt Glewe Athleten des polnischen Clubs Wisla Tczew und der Eintracht Berlin ein.

Forstschritt schickte Pascal Schwittlich und Carsten Bötefür in den Ring.
Juniorengewichtler Schwittlich fand gegen den Berliner Arbi Khamzatov nicht in den Kampf und unterlag nach Punkten. Bötefür kam über ein Unentschieden nicht hinaus. Der Halbschwergewichtler verschlief die erste Runde gegen den ebenfalls für Berlin startenden Pascal Le Vrang. In Runde zwei wurde Bötefür wach und übernahm die Initiative. Dafür packte er die Brechstange aus.  Heftig hieb er auf den Berliner ein, der antwortete wütend. Beide zeigten wenig von ihrer definitiv vorhandenen Technik. Zweimal spuckte Le Vrang seinen Mundschutz aus und wurde dafür verwarnt. Runde drei war ein Abbild der Zweiten,  unkontrollierte Schlagstafetten statt technisch sauber vorbereiteter Angriffe. Mit dem abschließenden Unentschieden konnten beide Athleten nicht zufrieden sein.

Wenn auch kurz, aber absolut sehenswert war der Kampf des Berliner Mittelgewichtlers Mink Khoa Nguyen gegen den Polen David Dysarz. Mit einer knallharten Rechten schoss Nguyen den Polen von den Beinen.

Der Referee brach sofort ab. Für seine Leistung erhielt Nguyen die Auszeichnung des besten Amateurkämpfers.

Nguyens Sieg war einer von vier für Eintracht Berlin.  Damit war der Verein der erfolgreichste des Events. Eintracht-Präsident Harald Lange brachte es auf den Punkt: „Gute Boxschule ist die Voraussetzung für jeden Erfolg.“

Winfried Spiering, Chef des Wiking Box-Teams hatte als Geburtstagsgeschenk drei Profikämpfe vorbereitet. Alle Siege gingen in die Ecke des Gastgebers.

Seyfo Matheus Okbi, der von Ali „Fitnesstrainer“ bestens sekundiert wurde, debütierte in einem Vierrunder gegen Miroslav Cembic aus Bijeljina, Bosnien-Herzegowina. Der Kampf begann mit einigen kleineren aber guten Aktionen auf beiden Seiten. Nach einem vermeintlichen Kopfstoß signalisierte Cembic Augenprobleme. „Kein Kopfstoß“ entschied der Referee und lag richtig, denn auch die erfahrene Ringärztin Dr. Beatrix Raudszus konnte nichts Auffälliges entdecken. Es war ein Ende mit Ansage. Cembic Ecke gab das Gefecht kurz nach  dem Gong  zur zweiten Runde auf. Der Berliner Okbi hatte sich seinen ersten Sieg sicherlich anders vorgestellt.

Fight Nummer zwei war ein Hingucker in Cruisergewicht zwischen dem Neuberliner Romano Kujak und dem Ungarn Laszlo Ivanyi. Nach leichtem Abtasten zeigten sie tolles, vor allem attraktives Powerboxen. Kujak, der nun von Serguei Mitchnik promotet wird, übernahm die Führung und baute sie im Minutentakt aus. So sah es auch die Jury und erklärte ihn zum verdienten Punktsieger.

Der KO Sieg von Wikings Neuentdeckung William Scull gegen Ivan Sakic war der gelungene Höhepunkt einer fantastischen Geburtstagsparty.
Pedro Carrion, Vizeweltmeister im Schwergewicht und guter Freund von Winfried Spiering, machte ihn auf den kubanischen Supermittelgewichtler aufmerksam. Der lud Scull für zwei Kämpfe nach Deutschland ein. Bei seiner Premiere in Neustadt-Glewe zeigte der sympathische Kubaner, welches Talent in ihm schlummert.
Spiering fand in einem Facebook Post für Sculls Auftritt lobende Worte. Gleichzeitig wies er auf die Schwierigkeiten hin, für Scull einen Gegner zu finden und forderte zwei der führenden deutschen Supermittelgewichtler heraus:
„Unsere kubanische Hoffnung, William „El Indomable“ Scull holt sich einen klaren KO-Sieg in der 2. Runde!
Willi ließ den 5 kg schwereren, als Ersatz eingesprungen, Ivan „The Policeman“ Sakic keine Chance. Ein krachender Leberhaken in der 1. Runde läutete schon das vorzeitige Ende ein. Ein präziser Haken zum Kopf brachte den perfekten KO-Sieg in der 2. Runde. Wir hoffen, dass sich wenigstens ein in Deutschland lebender Boxer traut, gegen William anzutreten … Bevor wir die Jagd auf Zeuge und Feigenbutz eröffnen!!!“

Boxfans haben noch eine Gelegenheit Scull zu erleben. Am 1. Dezember soll er in Gummersbach einen weiteren Kampf bestreiten. Als möglicher Gegner wurde Sauerlands Oliver Flodin genannt.
Bis dahin unterstützt Scull Ronny Mittag als Sparringspartner bei der Vorbereitung auf seinen Kampf gegen Denis Radovan. Mittag und Radovan werden in Gummersbach einen der Hauptkämpfe bestreiten.

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In Memory of „Fritzer“ – Boxevent mit Profis, Amateuren und Promifaktor

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Am 18. November blickt die Boxwelt auf das beschauliche Neustadt-Glewe. Harald Lange veranstaltet in seiner Geburtsstadt einen tollen Box-Abend, der unvergesslich bleiben wird.

Er widmet diesen Event einem der Größten in der deutschen Boxgeschichte: Fritz Sdunek!

In „Memory of Fritzer“  lässt Lange Amateure des SV Fortschritt Neustadt-Glewe gegen Lokomotive Greifswald antreten, dem Verein, bei dem Sdunek das Boxen lernte. Dabei wird er von  Gerrit Elfert unterstützt.

Angereichert wird der Event mit vier Profikämpfen: So wird Thulasi „Tiger“ Tharumalingamum nicht nur gegen seinen Gegner, sondern auch um seine Aufnahme in das  Wiking Boxteam fighten. Neu-Wikinger Zeynel „Sven“ Elbir will unbedingt seinen zehnten Kampf vorzeitig beenden, genauso wie Cem Akkus, der von den Wikingern gefördert wird.

Den Hauptkampf bestreitet Tervel Pulev. Der Cruisergewichtler hat einiges vorzuweisen. Zweimal Silber und einmal Bronze bei Europameisterschaften gehören zu seinen Meriten, genauso wie die Bronzemedaille bei den olympischen Spielen in London.

In seinem siebten Gefecht wird er gegen Mikheil Khutsishvili antreten. Khutsishvili ist die Nummer eins in Georgien und gehört mit 85 Kämpfen zu den ausgebufften Ringfüchsen. Für Tervel ist dieser Kampf richtungsweisend für einen Gefecht  in Richtung internationale deutsche Meisterschaft. Die Wikinger freuen sich, ihn dabei zu unterstützen.

Aber nicht nur im Ring geht es illuster zu, sondern auch außerhalb. Ex-Amateur- und Profi-Europameister Kubrat Pulev wird am Ring sitzen und seinen Bruder Tervel anfeuern.
Trainerlegende Ulli Wegner hat sein Kommen ebenfalls zugesagt! Er lässt es sich nicht nehmen, um seinen ehemaligen Weggefährten und Freund „Fritzer“  Sdunek zu ehren, ebenso Winfried Spiering, dem Chef des legendären Wiking-Boxteams.

Selbstverständlich werden DDR-Spitzenboxer von einst vor Ort sein, wie z.B. Olympiasieger Andreas Zülow, Jochen Bachfeld, Richard Novakowski sowie viele andere auch.

Im Anschluss an  die Veranstaltung hat Harald Lange ein gemütliches Beisammensein organisiert, bei dem sich bei einem Gläschen alle Boxfans und Experten über alte Anekdoten, Kämpfer und Kämpfe austauschen können.

Die Boxveranstaltung findet statt in der

  • Sporthalle zur Kuhdrift in Neustadt-Glewe.
  • Um 18 Uhr starten die Amateure, gegen 21 Uhr die Profis.

ARTIKEL:

https://leifpm.co/2017/09/28/in-memory-of-fritzer-boxevent-zu-ehren-von-fritz-sdunek/

FC Fritzer

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