
Vincent Feigenbutz hält sein Versprechen! Daher kommt es am 9. Januar zur
Neuauflage des Duells mit Giovanni De Carolis (live ab 22.20 Uhr in SAT.1).
Beide Boxer lieferten sich vor wenigen Monaten im Kampf um die
WBA-Interims-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht ein packendes Gefecht,
das Feigenbutz hauchdünn für sich entschied. Alles schrie nach einen zweiten
Kampf und der 20-jährige Karlsruher war es höchstpersönlich, der sich dafür
stark machte. Was er Fans, Experten und sich selbst in der Offenburger
Baden-Arena beweisen will und wie er in Zukunft wahrgenommen werden möchte,
erzählt Feigenbutz hier im Interview.
Vincent, Du triffst am 9. Januar erneut auf Giovanni De Carolis. Der Beginn
eines neuen Jahres bringt meist gute Vorsätze mit sich, die man umsetzen
will. Wie sieht das bei Dir im Hinblick auf das zweite Duell mit dem
Italiener aus?
Vincent Feigenbutz: Der erste Kampf gegen Giovanni war eine echte Schlacht.
Deshalb freue ich mich umso mehr darauf, gleich zu Beginn des neuen Jahres
wieder gegen ihn anzutreten. Ich will ihn diesmal nicht nur deutlich
schlagen, sondern erneut für beste Unterhaltung im Ring sorgen!
Den ersten Fight gegen De Carolis hattest Du vor über zwei Monaten knapp
nach Punkten für Dich entschieden. Im Vorfeld hattest Du einen K.o.-Sieg
angekündigt. Wieso konntest Du dein Vorhaben nicht im Ring umsetzen?
Vincent Feigenbutz: Es soll keine Entschuldigung sein, aber es hat sich ja
herumgesprochen, dass ich noch mit den Nachwehen einer schweren Erkältung zu
kämpfen hatte und daher mein Potential nicht ganz abrufen konnte. Solche
Tage gibt es nun einmal in der Sportlerlaufbahn. Einen K.o. kann man nicht
erzwingen, er kommt von alleine – diese Erfahrung musste ich im ersten Kampf
gegen De Carolis sammeln. Abgesehen davon, wird vorab immer mit den Säbeln
gerasselt, dies war hier eben auch der Fall. Giovanni ist ein toller Boxer,
ein Top-Fighter und ich freue mich auf den Gong zur 13. Runde.
Nach der Urteilsverkündung hattest Du einige harsche Worte in Richtung De
Carolis geäußert, hast dafür dann einiges an Kritik von der Presse und den
Zuschauern ernten müssen. Wie betrachtest Du die Situation mit ein wenig
Abstand?
Vincent Feigenbutz: Es tut mir leid, was da aus mir herausgeplatzt ist. Ich
war zum einen nicht ganz zufrieden mit mir und meiner Leistung gewesen, zum
anderen wurde ich vom gegnerischen Team noch vor der Urteilsverkündung
schwer beleidigt – das hat mich dann noch zusätzlich sauer gemacht. Im
Nachhinein war der Druck, in meiner Heimatstadt zu kämpfen, immens hoch und
in der Schule standen kurz darauf Zwischenprüfungen an. Dies alles in
Kombination mit Adrenalin hat mich zu diesen Äußerungen veranlasst, die mir
aber sofort danach leid taten. Ich hatte mich daraufhin sofort bei Giovanni
entschuldigt und ihm die Hände geschüttelt.
Siehst Du Dich selbst als „Bad Boy“ des deutschen Boxsports? Willst Du als
solcher in Zukunft auch wahrgenommen werden?
Vincent Feigenbutz: Eines will ich klarstellen: Ich bin kein prügelnder
Fiesling. Der Boxsport ist mein Leben und ich liebe es, zu kämpfen. Mein
großer Traum ist es, Weltmeister aller Verbände zu werden und junge Menschen
zu motivieren, mehr Sport zu treiben. Ich möchte ein Vorbild für andere sein
– jemand der aus seinen Fehlern lernt und stärker zurückkommt, als zuvor.
Glaubst Du, dass die Fans in Offenburg von Beginn an auf Deiner Seite sein
werden oder musst Du sie durch eine gute Leistung erst wieder
zurückgewinnen?
Vincent Feigenbutz: Ich denke, dass die Zuschauer zuletzt in Karlsruhe einen
tollen Kampf miterlebt haben und mich damals herausragend unterstützten. Das
wird in Offenburg nicht anders sein. Ich habe im ersten Kampf nicht an meine
letzten Vorstellungen anknüpfen können. Egal, ob De Carolis mein bisher
stärkster Gegner war – ich habe nicht wirklich gezeigt, was ich kann. Wenn
ich Giovanni am 9. Januar wieder gegenüberstehe, wird er schnell merken,
dass er es mit jemand anderen, jemand besseren zu tun hat!
Was konntest Du aus Duell Nummer eins gegen De Carolis mitnehmen? Schätzt Du
ihn jetzt anders ein?
Vincent Feigenbutz: Er ist wie ich ein echter Krieger, der durchs Feuer geht
– das habe ich gelernt. Um zu siegen, legt er alles in die Waagschale. Der
Unterschied ist, dass ich beim ersten Fight nicht mein ganzes Potential
abrufen konnte. Wenn ich alles zeigen kann, was mich so stark macht, hat
Giovanni letztendlich keine Chance gegen mich.
Du hättest das erneute Duell gegen De Carolis nicht machen müssen, hättest
auch so demnächst um die Weltmeisterschaft geboxt. Was waren die
Beweggründe, diesem Kampf trotzdem zuzustimmen?
Vincent Feigenbutz: Dieser Kampf war mein Wunsch. Im Ring habe ich ihm mein
Ehrenwort gegeben, wieder gegen ihn zu boxen und gleich meinen Manager
Rainer Gottwald und meinen Promoter Kalle Sauerland gebeten, dies zu
realisieren. Ein echter Champion sollte keine Makel in seinem Kampfrekord
haben und keine Fragen offen lassen! Ich will nichts geschenkt und halte,
was ich verspreche.
Das Kampfmotto lautet nun „Die Stunde der Wahrheit“ – was wirst Du am 9.
Januar beweisen?
Vincent Feigenbutz: Wer wirklich der Stärkere von uns beiden ist!
Eintrittskarten für die Box-Nacht in der Offenburger Baden-Arena sind über
die telefonische Ticket-Hotline 01806-570044, im Internet unter
<http://www.tickethall.de> http://www.tickethall.de und <http://www.eventim.de>
http://www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.